21 - Dunkle Begleiter

Erschienen: Juni 2019

Bibliographische Angaben

Broschur, 480 Seiten

ISBN: 9783570165249

Couch-Wertung:

9

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Lisa Reim
Ein Muss für jeden Fan guter Spannungsliteratur

Buch-Rezension von Lisa Reim Jul 2019

Zwischen Tod und Leben liegt mehr, als wir ahnen

Es sollte eine ganze normale Halloween-Party werden, doch am Ende ist Nikka tot. Zumindest für 21 Minuten. Nur das beherzte Eingreifen von Sascha kann verhindern, dass Nikka für immer auf der anderen Seite bleibt – eine Seite, die düster und kalt ist, und von der die 16-Jährige jemanden mitbringt, der sie nicht in Ruhe lässt. Doch neben diesem dunklen Begleiter hat Nikka noch ein ganz anderes Problem: Ihre beste Freundin Zoe ist seit der Party spurlos verschwunden und Nikka kann sich kaum an die Ereignisse des Abends erinnern. Sie macht sich auf zu einer Spurensuche, die mehr Geheimnisse aufdeckt, als ihr lieb ist. Und Nikka muss sich beeilen, denn sie ist ihrer besten Freundin auf der anderen Seite begegnet …

Nach diesem Buch ist klar: Wulf Dorn versteht sein Handwerk. Egal ob es um Spannung, Charakterentwicklung oder dem Plot geht – alles verbindet sich zu einem fesselnden Ganzen, dem man sich nur schwer entziehen kann. Dass der Autor zwanzig Jahre lang in einer psychiatrischen Klinik gearbeitet hat, merkt man seinen Romanen an. Auch im aktuellen Werk lässt Dorn sein Wissen über menschliche Abgründe und Sehnsüchte einfließen. Die Frage, was mit uns nach dem Tod geschieht, wird hier aus mehreren Perspektiven beleuchtet.

Ein Buch, in dem einfach alles stimmt

Wulf Dorn verbindet seinen Thriller mit Elementen der Phantastik und einem Hauch von Grusel – obwohl man bis zum Schluss nicht weiß, ob Nikkas dunkle Begleiter real oder Halluzinationen sind. Dies trägt zur enormen Spannung bei, nicht zuletzt, weil Dorn ein Händchen dafür hat, seine Protagonistin ungeahnten Wendungen auszuliefern. Tatsächlich ahnt man zu Beginn nicht, wohin einen das Buch am Ende führen wird, zumal einem vereinzelte Brocken an Informationen vorgesetzt werden. So gibt es im Buch immer wieder wohlplatzierte Höhepunkte und nicht, wie sonst für Bücher dieses Genres typisch, erst am Schluss die große Auflösung. Ein Konzept, das sehr gut aufgeht, besonders, da es die letzte Seite noch einmal in sich hat.

Neben der spannenden Handlung sind es auch die Figuren, welche die Geschichte zu etwas ganz Besonderem machen. Dorn versteht es meisterlich seine Charaktere mit nur wenigen Sätzen greifbar zu machen, ihnen realistische Hoffnungen und Ängste zu geben und ihnen Schwächen zuzugestehen. Das Beziehungsgeflecht der Figuren wirkt zu jedem Zeitpunkt so echt, dass es schier unmöglich ist, gegen den Sog des Buches anzukämpfen. Besonders die Annäherung zwischen Nikka und Sascha wirkt absolut natürlich. Sascha ist nicht der strahlende Retter, der immer cool drauf ist und umwerfend aussieht; er ist einfach ein lieber Kerl. Nikka ist nicht das zurückhaltende Mädchen, das auf die Hilfe ihres männlichen Freundes angewiesen ist. Sie handelt selbstständig und mutig, besitzt aber auch Fehler. Gerade davon dürfte es in Jugendbüchern gerne mehr geben.

Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Dies ist eine Frage, welche in der Geschichte immerzu mitschwingt. Dementsprechend zentral ist auch das Thema Tod; Nikka begegnet überdurchschnittlich vielen Personen, die jeweils eine ganz eigene tragische Geschichte zu erzählen haben. Eine besonders positive Stimmung darf man deshalb nicht erwarten. Die Atmosphäre ist düster und beklemmend, Hoffnungsschimmer tun sich da schwer, die gedrückte Stimmung zu durchdringen. Dies reiht sich zwar wunderbar in das Konzept der Geschichte ein; jemand, der sich mit dem Thema Tod jedoch schwertut, sollte vielleicht eine andere Lektüre wählen.

Fazit

Lange Rede, kurzer Sinn: Das neue Buch von Wulf Dorn ist ein Muss für jeden Fan guter Spannungsliteratur. Sehr zu empfehlen für alle, die sich von dem ernsten Thema Tod nicht abschrecken lassen.

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