Kiss me in London

Erschienen: Januar 2018

Bibliographische Angaben

  • cbj / cbt, 2018, Titel: 'Christmasromance', Originalausgabe

Couch-Wertung:

8
Praktikabilität

Leser-Wertung

-
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Andrea Delumeau
Ein unterhaltsamer Jugendroman mit Tiefgang.

Buch-Rezension von Andrea Delumeau Nov 2018

London, ein paar Tage vor Weihnachten. Jason will sein Jura-Studium hinschmeißen und am liebsten Schauspieler werden. Deshalb ist er aus den USA angereist, um für einen Sommerkurs bei der Royal Academy for Dramatic Arts vorzusprechen. Cassie ist zwar ein begeisterter Theaterfan, will jedoch beruflich überhaupt nichts mehr von der Schauspielerei wissen. Als die beiden sich zufällig über den Weg laufen, kommt es wie es kommen muss, oder?

Jasons Lebenslauf ist eigentlich von seinen Eltern bereits geplant:

Wie sein Vater soll er Jura studieren, um wie dieser ein erfolgreicher Anwalt zu werden. Außerdem soll er nach dem Studium zurück in seiner Heimatstadt in Texas seine Freundin aus der Schulzeit heiraten, die wie er blond, gut aussehend und hochgewachsen ist - und mit der er vor allem optisch ein Traumpaar abgibt. Aber seine eigene Lebensplanung sieht anders aus. Statt eines erfolgreichen Anwalts, träumt er eigentlich davon Schauspieler zu werden. Heimlich, hinter dem Rücken seiner Eltern meldet er sich für ein Vorsprechen bei der "Royal Academy of Dramatic Arts" an. Dafür reist er - eine Woche vor Weihnachten - extra nach London.

Nach dem wenig erfolgreichen Vorsprechen trifft er zufällig in einem Theater die Engländerin Cassie

... die den Kindheitstraum ihrer Mutter, eine erfolgreiche Schauspielerin zu werden, verwirklichen soll. Schon von klein auf hat sie Cassie zu allen möglichen Vorsprechen geschickt. Auf diese Weise wurde sie zum erfolgreichen Kinderstar in einem beliebten Weihnachtsfilm. Sie hasst es, dass die Leute sie noch nach zehn Jahren als diesen Kinderstar wiedererkennen und will deshalb auf keinen Fall Schauspielerin werden. Aus Protest hat sie gegen den Willen ihrer Mutter ein Psychologiestudium angefangen. Leider ist sie bei allen Kursen durchgefallen und ist deswegen von der Universität verwiesen worden.

Um der fälligen Aussprache mit ihrer Mutter aus dem Weg zu gehen, kommt es ihr gerade Recht, Jason, der vor seiner Rückreise noch einige Tage Zeit hat, ihre Heimatstadt London zu zeigen und mit ihm in der kurzen Zeit so viele Theaterstücke wie möglich zu sehen. Übernachten können sie in der zentral gelegenen Wohnung von Cassies Lieblingstante Bea, die gerade auf Reisen ist.

Dass sich Jason und Cassie immer näherkommen und schließlich ineinander verlieben, ist bei beiden nicht vorgesehen, immerhin hat Jason zu Hause bereits eine Freundin und Cassie hat gerade erst mit ihrem sie völlig dominierenden Freund Schluss gemacht.

Wird es den beiden gelingen, eine dauerhafte Beziehung aufzubauen und ihre eigenen Lebensträume zu verwirklichen?

Eine gemeinsame Sprache und doch so mancher kulturelle Unterschied

Hinter dem Pseudonym Catherine Rider stecken zwei erfahrene Lektoren, ein Mann (Engländer) und eine Frau (Amerikanerin). Diese beiden Lebenswelten, die in der Literatur und in Filmen immer wieder unterhaltsam in Szene gesetzt werden, sind für das Buch in mehrfacher Weise ein großer Gewinn:

Die zweigeteilte Perspektive, zwischen Jason und Cassie im Wechsel, verleihen der Erzählweise Lebendigkeit und halten die Leser bei der Stange, indem sie beinahe als "Mitakteure" gefordert sind, das Geschehen aus zwei unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten - und letztlich auch zu bewerten.

Dadurch dass das Autorenpaar aus einem Engländer und einer Amerikanerin besteht, werden die Unterschiede auf authentische und humorvolle Weise aufgegriffen, ihre kulturellen Unterschiede und Ansichten in der Alltagswelt der zwei jugendlichen Hauptpersonen fließen lebendig, fast nebenher in die Handlung ein.

Diese beinahe schon klassischen Unterschiede führen manchmal ein Eigenleben und können zu komischen aber bisweilen auch weniger komischen Missverständnissen führen. So wird uns ein Blick über den Tellerrand ermöglicht, der in unserer heutigen, globalisierten Umwelt immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Was die Atmosphäre des Buches angeht, da ist es sicherlich von Vorteil, dass einer der Autoren selbst in London lebt; somit erscheinen die Beschreibungen aufgrund der genauen Ortskenntnisse besonders lebendig - und last but not least ist diese Stadt einer der "Places to be". London ist sicherlich die Traumstadt vieler und wirkt in diesem Roman besonders authentisch, was einen großen Reiz des Buches ausmacht. Für diejenigen, die jetzt Fernweh bekommen haben und gleich weiterlesen möchten: 2017 ist bei cbj "Kiss me in Paris" und 2016 ist "Kiss me in New York" erschienen.

Die Erfahrung der Autoren ist dem Buch in Themenwahl und Erzählfluss anzumerken; die beiden Co-Autoren wissen, wie Jugendliche "ticken" und welche Themen sie bewegen. Die Handlung wirkt nie hölzern oder langatmig, das Buch liest sich flüssig und unterhaltsam.

Leider verschenken der leicht kitschige Titel und das Titelbild - auf mehreren atmosphärischen Fotos, die den Leser auf London und Winter einstimmen sollen, prangt ein unübersehbares rotes Herz - einige Sympathiepunkte.

Wer davon jedoch nicht in die Flucht geschlagen wird, wird mit einem völlig unkitschigen Jugendroman belohnt, der seine Leser dazu ermutigt, seinen eigenen Lebensträumen zu folgen und sich Zeit für den eigenen Weg zu lassen.

Um herauszufinden was einem am Herzen liegt, vermitteln die Autoren ein großzügiges Zeitfenster, das sicher weiter gesteckt ist als es von unserer Leistungsgesellschaft häufig vorgeschrieben wird.

Fazit:

Ein unterhaltsamer Jugendroman mit Tiefgang, der heranwachsende Leser darin bestärkt, nicht einfach den von den Eltern oder gesellschaftlichen Normen vorgeschriebenen und oft bequemeren Weg zu gehen.

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