Zutritt nur für echte Abenteurer! - Saint Lupin´s Academy (1)

Erschienen: Januar 2017

Bibliographische Angaben

So manches Mal meint es das Schicksal so gar nicht gut mit einem. Die Geschwister Banks, Parker und seine taube Schwester Emma können davon ein Lied singen. Eigentlich lebten sie mit ihren Eltern, angesehenen Forschern in Kent nahe von London. Dann verunglückte ihre Mutter in den USA tödlich, ihr Vater kündigt seinen Job und zieht ausgerechnet in die Nähe des Unfallortes. Dass seine Kinder aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen werden, dass sie mit ihren britischen Akzent in der neuen Schule Anfeindungen ausgesetzt sind zählt alles nichts, zu interessant scheint der neue Job zu sein.

Was die Öffentlichkeit, wie seine Kinder nicht ahnen, ist, dass Schwerreiche und Regierungen schon sein Jahrzehnten Milliarden in die Erschließung einer neue Heimat für die Menschen gesteckt haben. Auf Six sollen die Fehler der Menschheit vermieden und ein Paradies für diejenigen, die es sich leisten können, geschaffen werden.

Wie aber sollen die Investoren Six erreichen? Seit Jahrzehnten stockt die Entwicklung einer unschädlichen Teleportation, jetzt soll Dr. Banks, gnadenlos motiviert, in Rekordzeit die technische Lösung erreichen. Als ihr Vater spurlos verschwindet, und die Kinder nur eine rätselhafte Nachricht von ihm erhalten, ist zunächst guter Rat teuer. Doch gemeinsam mit dem Programmiergenie Michael machen sie sich auf, den Vater zu finden, und das Geheimnis um Six zu lüften ...

Glaubwürdige Figuren in einem phantastischen Abenteuer

Was braucht eine Autorin, um ein gutes Jugendbuch zu schreiben? Nun, ein Waisenjunge der zudem noch aus seiner gewohnten Umgebung gerissen und in eine neue Schule gesteckt wird, ist da schon einmal ein guter Anfang. Dass er anders spricht, als seine Mitschüler, eröffnet der Verfasserin die Möglichkeit so nebenher das alltäglich Schulmobbing in ihren Plot einfließen zu lassen. Dazu gesellt sich ein vermögender NERD, der in der Schule gepiesackt wird, einsam ist und unseren Geschwistern beisteht.

Das erinnert ein wenig an bekannte Jugendbücher, auch an die Myers Holt Serie der Verfasserin, bietet dem jugendlichen Leser jedoch auch einen idealen Einstieg in die Handlung. Ohne Probleme können die Leseratten sich in die Figuren hineinversetzen, können mit ihnen Bangen, aber auch tatkräftig auf die Suche nach dem Verschollenen gehen. Das hat viel Abenteuerflair, bietet aber auch reale Ansatzpunkte wie die schulischen Probleme, die jeder aus eigener Erfahrung kennen dürfte, und entführt zudem in eine faszinierend andere Welt.

Fazit

Auch wenn der Roman mit der gefeierten Myers Holt Reihe noch nicht ganz mithalten kann, bietet "Das Geheimnis von Six" spannende Unterhaltung, thematisiert dabei tagtägliche Probleme und verwöhnt mit überzeugend gezeichneten Figuren.

Couch-Wertung:

8
Praktikabilität

Leser-Wertung

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Carsten Kuhr
Willkommen im Abenteuer - eine Waise, ein Drache, ein Zauberer und ein Roboter sind mit von der Partie

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Mai 2017

Was braucht man als Autor, um ein erfolgversprechendes Jugendbuch zu schreiben? Nun, als erstes wären da einmal die Hauptpersonen der Handlung zu nennen. Nachdem immer mehr Leser weiblichen Geschlechts sind, dürfte die Wahl eines Mädchens als Erzählerin den Weg auf die Bestsellerlisten ebnen. Punktet selbiges dann noch als Waise in einem von einer mehr als zwielichtigen Oberin geführtes Waisenhaus und fährt so Sympathie- und Mitleidspunkte ein, ist die Miete eigentlich schon drin. Dazu gesellt sich eine möglichst abenteuerliche Queste, gute Freunde, die sie unterstützen, wirklich fiese Gegner und ein paar Zauber, dann noch ein Drache hinein und ein magisches Hilfsmittel - einmal gut umrühren und fertig ist der Bestseller.

Nun, so einfach ist es sicherlich nicht, doch was Wade White uns hier kredenzt, das hält gerade für junge Leser(innen) jede Menge packendes Erzählgarn bereit.

Anna, unsere Hauptperson, wächst zusammen mit ihrer Freundin Penelope im Waisenhaus auf. Dort wird sie, wie alle anderen Kinder, als billige Arbeitskraft in den Kohlebergwerken missbraucht, am 13. Geburtstag sollte damit eigentlich Schluss sein. Dass die Oberin sie ein Jahr länger ausbeuten will, weckt Annas Dickkopf. Sie will fliehen, bekommt auf der Flucht dann ein magisches Amulett und einen Abenteurerhandschuh zugespielt und schon geht es hinein in die Queste. Was sonst mindestens ein Jahr andauert, die dreijährige Ausbildung und Vorbereitungszeit gar nicht mitgerechnet, das sollen sie, Penelope und der angehende Zauberer Hiro in gerade einmal vier Tagen schaffen. Sie sollen einen Turm ohne Tür betreten, einen Ritter, der nie gelebt hat, befragen, einen Schlüssel, den man nicht anfassen kann, nehmen und den Thron ohne Krone beanspruchen - so zumindest die Prophezeihung. Na dann mal Ärmel hochkrempeln und auf, die Uhr läuft ...

Ungewöhnliche Kombination aus Versatzstücken erfolgreicher Jugendbuchthemen

Wie oben schon angedeutet, geht der Autor kein Risiko ein. Er setzt auf Bestandteile, die erprobt und erfolgreich sind, mixt diese zusammen und offeriert seinen Lesern einen munteren Lesespaß. Geschickt nutzt er dabei eine der Zielgruppe angepasste Protagonistin als Identifikationsfigur, die er dann in eine ganze Anzahl mehr als gefährlicher Situationen bringt.

Erstaunlicherweise kommt er dabei ohne große Gewaltschilderungen aus. Es stirbt niemand - na ja, zumindest kein Mensch, mehr wird nicht verraten - die Zuordnung der Figuren ist eindeutig in Gut und Böse aufgeteilt, die Helfer unserer Heldin haben alle ihre Eigenheiten und liebevoll gezeichneten Schwächen.

Fazit

Das Tempo ist hoch, die Kombination von Robotern, Drachen und das Schicksal eines Waisenmädchens so ungewohnt, so dass wir unserer Heldin gerne ins rasante Abenteuer folgen.

Zutritt nur für echte Abenteurer! - Saint Lupin´s Academy (1)

Zutritt nur für echte Abenteurer! - Saint Lupin´s Academy (1)

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