Er trat aus den Schatten - Léon & Claire (1)

Erschienen: Januar 2016

Bibliographische Angaben

Sie kennen Harry Potter? Ja, ich meine die sieben Bücher die dann in acht mehr als erfolgreiche Kinofilme umgesetzt wurden. Nun, die Geschichte war laut der Autorin erzählt, sie wandte sich unter Pseudonym anderen Ufern zu. Allerdings riss der Zuspruch der Fans für Harry & Co nicht ab. In der Nähe von London und in New York entstanden Themen-Parks, in denen Bücher, Inhalte und Filme für teures Geld zelebriert werden.

Auch wenn Rowling immer gesagt hat, dass sie keine weiteren Bücher über Harry schreiben wolle, ließ ihre Schöpfung sie nicht los. Neben einem Theaterstück dessen Manuskript natürlich auch kommerziell verwertet wurde, entschloss man sich einen Film im Universum der magischen Schöpfung Rowlings in Auftrag zu geben. Mitte 2016 war es soweit, der entsprechende Film kam in die Kinos - und räumte an der Kinokasse groß ab. Wie das bei Rowling so üblich, wurde auch hier neben unbestrittenen cineastischen Höhepunkten und ihrer ganz eigenen Fantasie versucht merkantil das meiste aus dem Spektakel herauszuholen. So wurde das Drehbuch aus der Feder der Bestsellerautorin als Buch aufgelegt.

Das ist schon eine etwas merkwürdige Lektüre.

Wer den Film nicht gesehen hat, der wird ein wenig hilflos die Anweisungen der Autorin in Hinblick auf Äußerlichkeiten verfolgen. Hier wurde auch kein Versuch unternommen, die Handlung etwa dramaturgisch zusammenzufassen oder in eine literarische Form zu gießen. Was den Leser erwartet, ist de facto wirklich "nur" das Drehbuch, in dem Szene für Szene der Film vor des Leser geistigem Auge abläuft.

Das hat für Fans der Rowling'schen Schöpfung durchaus seinen Reiz, lässt aber eben auch alles vermissen, was ein gutes Buch ausmacht - Nähe zu den Personen, eine durchgängige Spannungskurve und stilistische Feinheiten.

Ach ja, um was es geht möchtet Ihr auch noch wissen - nun ein Magier kommt Mitte der 20er Jahre nach New York. In seinem magischen Koffer befinden sich allerlei ebenso magische, wie gefährliche und bedrohte Geschöpfe, von denen so einigen die Flucht auf die Straßen der Stadt am Hudson gelingt. Bei der Verfolgung macht unser Tierschützer aus Überzeugung die Bekanntschaft eines Muggel-Konditors, einer ehemaligen Aurorin und deren bezaubernder Schwester. Zusammen kommen sie eine finsteren Verschwörung auf die Spur ...

Fazit

Vorliegendes Buch ist eigentlich wirklich nur Cineasten-Fans zu empfehlen. Für Normal-Leser bietet das Drehbuch zu wenig Spannung, Lesefreude und Nähe zu den Figuren.

Couch-Wertung:

5

Leser-Wertung

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Carsten Kuhr
Romantik, Geheimnisse und eine faszinierende Kulisse

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Mai 2017

Die 15-jährige Claire ist gerade von New York nach Paris gezogen. In ihrer neuen Schule findet sie schnell Anschluss, selbst der beliebte Adrien scheint sich für sie zu interessieren. Alles könnte also himmelhochjauchzend sein, wenn, ja wenn sie nicht einen anderen kennen lernen würde. Léon heißt der Filou, und den Jungen umgibt der Nimbus des Verbotenen, des Anrüchigen. Nun ist es eine Tatsache, dass böse Jungs gerade bei den heranwachsenden Damen hoch im Kurs stehen, zumal der Typ nicht nur interessant ist, sondern auch noch gut aussieht.

Dass er anscheinend in den Katakomben unterhalb von Paris lebt, mit der normalen Gesellschaft wohl gebrochen hat, macht ihn für Claire nur noch interessanter. Doch kann Claire sich auf ihn verlassen, kann sie ihm trauen? Hat er vielleicht gar mit den rätselhaften Diebstählen von Gemälden in der französische Hauptstadt zu tun, und wer ist nur sein mysteriöser Meister, der, ebenso wie Adrien, von der aufkommenden Zuneigung der Beiden so gar nicht begeistert ist?

Romantik, Geheimnisse und eine faszinierende Kulisse - und doch will kein rechter Lesefluss aufkommen

Wir kennen Ulrike Schweikert als versierte Autorin von historischen Romanen, aber auch von ihrer Vampir-Serie "Erben der Nacht" (cjb-Verlag). Nun also legt sie den ersten Teil eines Zweiteilers vor, der uns in die Stadt an der Seine, und dort insbesondere in das weit verzweigte Tunnelnetz unterhalb der Stadt, entführt. Natürlich darf ein wenig Romantik, vorliegend eine Liebe, die unter keinem wirklich guten Stern steht, nicht fehlen.

Allerdings macht uns die Autorin die Lektüre nicht gerade einfach. Stilistisch präsentiert sich der Text eher gestelzt, wirkliche Nähe mit den Protagonisten kommt nicht auf. Zudem agieren diese - insbesondere natürlich Claire - mehr als naiv, da rauft man sich als Leser, ob ihrer Entscheidungen oftmals bildlich gesprochen die Haare. So bleibt man eigentlich über die ganze Länge des Textes distanziert, es kommt leider keine wirkliche Nähe auf.

Fazit

Eigentlich hat der Roman alles, was ein erfolgreiches Jugendbuch ausmacht - eine faszinierende Kulisse, ein wenig Romantik und große Geheimnisse - wenn der distanzierte Stil der Autorin nur den Lesefluss nicht hemmen würde.

Er trat aus den Schatten - Léon & Claire (1)

Er trat aus den Schatten - Léon & Claire (1)

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