Darkmouth - Die andere Seite (2)

Erschienen: Januar 2015

Bibliographische Angaben

  • Oetinger, 2015, Titel: 'Darkmouth. World Explodes', Originalausgabe

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7

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Carsten Kuhr
Der unwillige Lehrling sucht seinen verschollenen Vater im Reich der Dämonen, pardon Legenden

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Mai 2016

Eigentlich ist Darkmouth ja ein richtig nettes Küstenstädtchen. Ruhig gelegen, mit angenehmer Witterung, zumindest für Irland, der ideale Ort, um auszuspannen und Urlaub zu machen.

Wenn, ja wenn Darkmouth nicht so ziemlich die einzige Ortschaft auf der großen weiten Welt wäre, in der die sonst so undurchlässige Grenze zu der Welt der Dämonen und Monster - gemeinhin bezeichnenderweise als verseuchte Seite bekannt - noch ein wenig löchrig wäre. Und während sich die Legendenjäger überall auf der Welt nach neuen Jobs umschauen, haben Hugo und dessen zwölfjähriger Sohnemann Finn mehr als genug zu tun.

Dass sich Finn allerdings nicht unbedingt geschickt anstellt, in die Fußstapfen seines Erzeugers zu treten, ist für die ganze Familie eine Belastung, will Finn doch eigentlich viel lieber Tierarzt werden. Dass sein Vater dann auf der anderen Seite verschollen ist, weckt den Ehrgeiz in dem jungen Mann. Zusammen mit seiner Freundin Emmie, die ihn eigentlich für den Rat der Zwölf, das oberste Gremium aller Legendenjäger ausspionieren soll, macht er sich auf die Suche nach einem Zugang zur anderen Seite.

Dass ihnen das Kunststück gelingt, erweist sich als tragisch - werden sie doch überraschend zusammen mit einem Gutachter des Rats auf eben jene andere Seite versetzt. Und hier warten die Dämonen, Minotauren, Hogboons und Mantikoren schon gierig auf neue Opfer. Da muss unser Heldenduo - den Gutachter, der außer Vorschriften wenig drauf hat, kann man getrost vergessen - dann schauen, dass sie am Leben bleiben. Schließlich gilt es Hugo zu retten - zumal auch noch Finns verräterischer Großvater mit im Spiel ist ...

Prachtausstattung für einen Roman, der munter, lustig und doch nicht oberflächlich unterhält

Der Verlag hat sich auch mit dem zweiten Roman viel Mühe gegeben. Rundumfarbschnitt, dazu jede Menge Originalillustrationen, Vignetten und wechselnde Schriftfarbe machen das Medium Buch einmal mehr zum Hingucker. Stand der erste Teil noch im Zeichen der Emanzipation Finns von seinem Elternhaus, so übernimmt in diesem Band die Action weitgehend das Zepter. Es geht hinein in die so faszinierend andere Welt der Legenden.

Und hier hält der Autor so einiges für seine Fans bereit. Da tauchen aus Horrorromanen und Filmen bekannte Wesen auf, interessanter aber sind die Eigenkreationen des Autors. Etwa ein sprechender Hund, dessen Schwanz eine intelligente Schlange ist und die sich, obwohl sie einen Körper teilen, nicht immer grün sind. Oder aber ein Turm, der ganz aus Gebeinen - Knochen getöteter Opfer - errichtet wurde. Oder stellen sie sich einen explodierenden Helden vor, der sich nach der verheerenden Explosion in aller Ruhe daran macht, aus dem von ihm geschaffenen Krater zu krabbeln und seinen Weg fortzusetzen - da, das sind Bilder, die man so schnell nicht vergisst!

Dabei kommt aber auch die Message nicht zu kurz. Finn überlegt sich immer wieder, wie er für Frieden und Verständigung eintreten kann - ja, ich weiß, die Zeit für derartige Gedanken ist angesichts der lebensbedrohlichen Jagd auf ihn denkbar knapp -, es geht um Verantwortung und Pflichterfüllung aber auch um Selbstverwirklichung inmitten von Zwängen und Nöten, denen man sich kaum entziehen kann. Das alles wird aber so unauffällig und harmonisch in die packende Action eingebettet, dass man sie kaum bemerkt.

Auch wenn der Verlag das Buch für Leser ab 10 Jahren anpreist bin ich der Auffassung, dass aufgrund der doch recht komplexen Anlage des Plots sowie der doch markanten Gruselszenen eine Einordnung unter Jugendbuch statt Kinderbuch sachgerechter wäre.

Fazit

Stilistisch unauffällig unterhält der Roman spannend und interessant, weckt das Interesse, wie es weitergehen wird und stellt uns einmal mehr einen jungen Helden vor, der sich von den Plänen seines Vaters, ja der Welt, für ihn und sein Leben emanzipiert hat und gerade deshalb sein Schicksal annimmt.

Darkmouth - Die andere Seite (2)

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