Himmel ohne Sterne

Erschienen: Januar 2000

Bibliographische Angaben

Seitdem die Geister des Nachts auf Erden wandeln, hat sich Vieles, nein, eigentlich Alles geändert. Die Erwachsenen, die die Heimsuchungen nicht sehen können, ziehen sich, sobald es dunkel wird, furchtsam in ihr Heim zurück, verbarrikadieren ihre Eingangstüren und hoffen, dass sie und ihre Lieben von Anschlägen verschont bleiben.

Die Kinder und Jugendlichen, die die Geister und übersinnlichen Manifestationen sehen können, tragen derweil die Last. Zumeist haben sich die kundigen, jungen Beschwörer in großen, renommierten Firmen zusammengefunden, doch seit einigen Jahren schon macht in London auch eine kleine Firma von sich Reden.

Lockwood & Co wird nicht etwa, wie die renommierten der Branche von inzwischen erwachsenen Ex-Agenten geführt, ihr Besitzer und Leiter ist selbst noch in dem Alter, in dem er auf Geisterjagd gehen kann.

Während die öffentlichen Stellen weiterhin an den bekannten Namen festhalten und diese, und nur diese zur großen Geisterjagd in Chelsea einladen, schlägt sich Lockwood & Co mit Kleinaufträgen herum. Und dies, obwohl unsere drei Agenten überzeugend bewiesen haben, dass sie zu den Besten ihrer Zunft gehören!

Doch dann werden die Heimsuchungen in und um Chelsea immer gefährlicher - und ausgerechnet Lockwood & Co haben Hinweise, die auf den Ausgangspunkt der Heimsuchungen hinweisen - so machen sich unsere Helden, inklusive einer neuen Agentin auf eigene Faust daran, das Übel zu bannen. Dass Lucys Gabe, sich mit Gespenstern verständigen zu können, immer stärker wird, erweist sich sowohl als Segen als auch als Bürde - bringt sie doch ihre Kollegen in tödliche Gefahr ...

Passende Fortsetzung einer interessanten Jugendbuchreihe

Jonathan Stroud hat mit seiner Bartimäus Saga einen weltweiten Bestseller gelandet. Die Mischung aus einem vorlauten Dschinn und seinen Beschwörern bot zwerchfellerschütternde Lektüre im Galopp. Mit seinen Einzelromanen konnte er an diese Erfolgsserie nicht ganz anschließen. Erst mit dem Start seine Lockwood & Co Reihe eroberte er sich die Bestseller-Platzierungen zurück.

In den inhaltlich der Urban Fantasy zuzurechnenden Werken stellt er uns eine Gruppe Jugendlicher vor, die ihre besonderen Gaben nicht etwa in der relativ sicheren Gruppe der großen Kanzleien ausüben, sondern sich ganz bewusst selbst ihr Stück vom großen Kuchen erkämpfen wollen. Insoweit haben wir den Underdog-Nimbus, zumal die drei Hauptpersonen sehr unterschiedlich und damit abwechslungsreich angelegt wurden.

Schon die Idee, dass nur Kinder und Jugendliche die Geister sehen und bekämpfen können, ist bestechend. Die Gefahren, die von den übernatürlichen Erscheinungen ausgehen, bedrohen alle, sind real und die Mächtigen der Welt, die Erwachsenen, sind auf die Hilfe der Jugendlichen angewiesen. Dass diese trotz allen Muts und die Erfahrung, die sie in tödlicher Gefahr gesammelt haben, nach wie vor altersgerecht handeln, ist einer der großen Pluspunkte der Romane: So hat Lucy vorliegend mit der Aufnahme eines neuen Teammitglieds, einer jungen Frau, die ihr vermeintlich den Platz an der Seite von Lockwood streitig macht, zu kämpfen. Eifersucht, die Frage bin ich so wie ich bin gut genug, erfülle ich die Voraussetzungen, dass man mich mag, bin ich attraktiv und liebenswert, werden hier in einem sehr spannenden Umfeld behandelt. Dabei liegt der Fokus ganz eindeutig auf Lucy, die anderen Figuren dienen im Wesentlichen zur Unterstützung der Ich-Erzählerin. Der große Handlungsbogen wird weiter ausgeführt, Nebenfiguren haben ihren Auftritt und ein großes Mysterium zeichnet sich langsam am Horizont ab - Fortsetzung folgt.

Fazit

Auch im dritten Lockwood & Co Band bleibt sich der Autor treu. Er mischt geschickt spannende Gruselszenen mit alterstypischen Problemen, packt uns mit einem Finale, das es in sich hat und hört mit einem wirklich fiesen Cliffhanger auf.

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Heimatlos und doch voller Hoffnung Alija Bet – das ist der Codename für die illegale Einwanderung in das britische Mandatsgebiet Palästina. Und es ist der Hoffnungsschimmer am Horizont für Leah und Jannek – die beide als einzige ihrer Familien die KZs überlebt haben und nun 1946 traumatisiert als lebende Tote durch das zerbombte München ziehen. Sie hören von der gefahrvollen und teuren Überfahrt auf überfüllten Schrottdampfern, den vielen ertrunkenen oder in Internierungslagern der Briten inhaftierten Flüchtlingen, den Kämpfen mit den arabischen Einwohnern vor Ort. Aber sie haben keine Alternative. Und so machen sich die beiden als illegale Flüchtlinge auf den Weg über das Mittelmeer – mit der Hoffnung auf eine neue Heimat.

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