Die letzte Drachentöterin

Erschienen: Januar 2015

Bibliographische Angaben

  • One by Lübbe, 2014, Titel: 'The last Dragonslayer', Originalausgabe

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6

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Carsten Kuhr
Die Zauberer, die Drachentöterin und der Drache

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Mär 2015

Schon seit Jahrhunderten nimmt die Magie in den Ununited Kingdoms ab. Seitdem die einst so gefürchteten Drachen aussterben, sind die Magier auf dem absteigenden Ast. Gebe es nicht ihre Agenten, so müssten die einst so geachteten, heißt gefürchteten Zauberer wohl Hunger leiden. Aber auch so ist ihr Dasein von Armut und Tristesse geprägt.

Die 15-jährige Jennifer Strange ist seit ein paar Jahren nun schon als Agentin der letzten im Kingdom verblieben Magier tätig. Sie kümmert sich darum, dass ihre Schützlinge mit solch hehren Aufgaben wie das Freimachen der städtischen Kanalisation, der Transport von Spenderorganen oder der Verkabelung von Häusern – letzteres neu im Angebot – wenigstens noch eine Aufgabe haben.

Dann aber erschüttert eine Prophezeiung die Welt – mittags um 12, an einem Mittwoch, wird der letzte Drache das Zeitliche segnen – und ausgerechnet Jennifer wird den Lindwurm töten! Das kann doch nicht sein, da muss ein Irrtum vorliegen.

So macht Jennifer sich auf, mit dem Drachen zu reden – und tritt eine Lawine los. Krieg liegt in der Luft, dazu kommen Heiratsangebote, Bestechungsversuche und Erpressungen ....

Ernste Gedanken angenehm verpackt

Jasper Fforde ist als Autor der gefeierten Thursday Next Titel (deutsch bei dtv) auf der ganzen Welt berühmt. Mit unnachahmlichem Ideenwitz und überbrodelnder Phantasie verzückte er seine Fans und katapultierte sich und seine Bücher auf die Bestsellerlisten.

Nun legt er seinen ersten Roman für ein jüngeres Publikum vor. Und auch hier bewegt Fforde sich auf ungewöhnlichen Pfaden. Statt uns einmal mehr eine Geschichte von mächtigen Zauberern und goldgierigen Drachen zu präsentieren, zieht er seine Handlung ein wenig anders auf.

Schon zu Beginn begegnen uns nicht etwa machtvolle Wesen mit spitzen Hüten und Zauberstäben, sondern eher etwas heruntergekommene Alte, die ihrer einstigen Macht hinterhertrauern. Ohne die Hilfe des gewitzten Verkaufstalents ihrer Agentin wären sie aufgeschmissen, so dass auch folgerichtig kein Magier im Zentrum der Handlung steht, sondern eben jene Agentin. Dass diese – eine (noch) rechtlose Kontraktarbeiterin aus dem Waisenhaus - ihr Päckchen zu tragen hat, ist klar. Die einst so mächtigen Zauberer nerven, wie auch die Bürokratie im Königreich, und die geldgierigen Unternehmer lassen nicht mit sich spaßen. Von ihren 45 Zauberern können noch dreizehn arbeiten, wobei zu berücksichtigen ist, dass nur neun davon eine gültige Lizenz besitzen. Also nicht nur eine schwere, dramatische Kindheit, dazu Ausbeutung als rechtlose und unbezahlte Arbeitskraft, sondern auch noch jede Menge schwieriger Kollegen – das muss einfach das Mitgefühl eines jeden Lesers wecken.

Als sie dann in die Rolle der letzten Drachenjägerin gedrängt wird, bekommt sie es zusätzlich mit der großen Politik und der Wirtschaft zu tun. Alle haben vordergründig natürlich nur ihr Wohl im Sinn, aber dann doch eher ihr eigenes Bankkonto und versuchen die unbedarfte Waise über den Tisch zu ziehen.

Gerade im direkten Vergleich wirkt unser Findlingskind dabei integer gegenüber den gierigen Führern ihres Landes, die weder das Gemeinwohl noch den Frieden im Sinn haben. Für diese geht es nur um Machtzuwachs, darum den Gegner, koste es was es wolle, auszutricksen und das Konto zu füllen – Moral unerwünscht. Das ist auch und gerade für ein Jugendbuch eine klare An- und Aussage, die entsprechende Entwicklungen in unserer realen Gesellschaft in die eher beschauliche Umgebung des Fantasy-Romans transferiert.

Fazit

Stilistisch unauffällig unterhält Fforde auch im Jugendbuch abwechslungsreich, humorvoll und tiefschürfend -ohne jedoch, die Zielgruppe dabei zu über- oder unterfordern.

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