Die Time Catcher

Erschienen: Januar 2013

Bibliographische Angaben

  • cbj / cbt, 2012, Titel: 'Time Snatcher', Originalausgabe

Couch-Wertung:

8
Praktikabilität

Leser-Wertung

-
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Carsten Kuhr
Die Zeitdiebe sind unterwegs

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Sep 2014

Dreizehn Jahre ist Caleb jetzt alt, und er hat in seinem kurzen Leben schon mehr gesehen, als die allermeisten Menschen jemals von der Welt zu Gesicht bekommen.

Einst, mit fünf Jahren, hat ihn „Onkel" bei sich aufgenommen, hat ihn aufgezogen und ausgebildet, ihm Museen und Sehenswürdigkeiten auf der ganzen Welt gezeigt. Allerdings ist der Mann, den Caleb und seine Leidensgenossen nur als „Onkel" kennen beileibe kein selbstloser Wohltäter. Onkel betreibt ein mehr als lukratives Unternehmen „Edles für die Ewigkeit", seine Time-Catcher werden durch die Zeit geschickt, um für wohlhabende Kunden Sammelobjekte zu stehlen.

Sei es die ersten Fotografie der Welt, der größte Diamant der je gefunden wurde, die englischen Kronjuwelen, die erste Frisbeescheibe (ein Kuchenblech), die Fahne der Großen Freundschaft oder doch lieber Churchills Regenschirm – kein Problem, Caleb und seine Kollegen reisen durch die Zeit und besorgen das Gewünschte.

Allerdings haben sich die Zustände in den letzten Monaten nicht eben gebessert. Während New York ein Jahr lang zur Feier der Völkerfreundschaft mit China in New-Beijing umbenannt wird, sucht Onkel seinen Nachfolger.

Caleb sieht sich dabei den Anfeindungen und skrupellosen Verleumdungen Marios, eines anderen Time Snatchers ausgesetzt, der ihm nicht nur seine Objekte vor der Nase wegstiehlt, sondern anscheinend auch noch die Zuneigung seiner Partnerin, für die Caleb immer merkwürdigere Gefühle entwickelt, streitig macht.

Als Caleb bei dem Diebstahl einer Ming-Vase mit sensationellem Inhalt zwischen dem Zielobjekt und dem Leben eines unschuldigen Kindes wählen muss, beginnt er sein Leben und seine Zukunft zu hinterfragen ...

Statt bekannter Szenarien erwartet den Leser ein ungewöhnlich tiefgründiger Plot

Zeitreisegeschichten üben seit jeher einen ganz besonderen Reiz auf Autoren wie Leser aus. Allerdings entsendet Urgar seine Agenten nicht etwa, wie man annehmen könnte, ins brennende Rom, zu den Dinosauriern oder zum Attentat auf Lincoln, sondern es geht um profanere Dinge.

Wertgegenstände, Dinge, die einen gewissen historischen Wert haben werden gestohlen, die jeweilige Zeit und Ort sind eher nebensächlich.

Statt also den Leser mit historischen Persönlichkeiten und Ereignissen zu fesseln, konzentriert Urgar sich auf seine Personen.

Mühelos schlüpft der Leser in die Haut Calebs, der im Verlauf des Buches seine Handlungen zunehmend hinterfragt. Dazu gesellen sich zum Teil drakonische, brutale Strafen des Onkels – die Bisse von ausgehungerten Wasserschildkröten schmerzen – und ein, vom Onkel angeregter Wettlauf um dessen Nachfolge, bei der insbesondere Mario scheinbar sämtliche Skrupel über Bord geworfen hat.

Neben amüsanten Einfällen – etwa ein auf menschlicher DNA basierendes, eitles Computerprogramm – ist es insbesondere die nachvollziehbar dargestellte Entwicklung Calebs, die den Leser an die Seiten fesselt. Dessen moralische Überlegungen und Hinterfragungen verleihen dem Plot eine ungewöhnliche Tiefe, ohne dass Tempo oder Spannung darunter leiden müssten. Hier geht es darum, Autorität zu hinterfragen, Abhängigkeiten zu erkennen und sich zu überlegen, ob man das warme, gemütliche Bett verlassen muss, wenn die eigene Moral es verlangt.

Zwar sind die Protagonisten – zumeist Jugendliche im Alter um 13 Jahre – sehr altklug für ihr Alter, dies kann man sich aber durch ihre mannigfaltigen Erfahrungen erklären.

Nur folgerichtig ist dann, dass der Autor seinen Ich-Erzähler auch an sich selbst zweifeln lässt, ihn nicht nur draufgängerisch, sondern auch zögerlich und nachdenklich porträtiert.

Fazit

Der Autor legt einen spannend aufgezogenen Zeitreiseroman vor, der sich mehr auf die Figuren konzentriert und neugierig macht, wie es im zweiten Band weitergehen wird.

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