Happy Birthday, Leonard Peacock

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • dtv, 2013, Titel: 'Forgive me, Leonard Peacock', Originalausgabe

Couch-Wertung:

8

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Felix Oepping
Ein gutes und wichtiges Buch!

Buch-Rezension von Felix Oepping Sep 2014

Leonard Peacock möchte sich umbringen. Nein, er wird sich umbringen; heute, an seinem 18. Geburtstag. Mit der Nazi-Pistole seines Großvaters. Zuvor muss er aber noch vier Geschenke an die guten Menschen in seinem Leben verteilen und - ganz wichtig! - Asher Beal umbringen. Und so ist der Tag, bei dem der Leser Leonard begleitet, ein ganz besonderer. Aber auch sein letzter?

Leonard Peacock ist anders als die anderen Jugendlichen an seiner Highschool. Das merkt der Leser schon auf den ersten Seiten, wenn der Ich-Erzähler Leonard seinen Plan für den Tag darlegt: Erst Asher Beal und dann sich selbst erschießen! Zuvor muss er aber noch den Tag überstehen und vier Geschenke verteilen, bevor er sich aus der Welt ein für allemal verabschieden kann.

Im Laufe seines 18. Geburtstags erinnert sich Leonard an viele Momente, Menschen und Entwicklungen seines bisherigen Lebens. Er lässt den Leser daran teilhaben in einer Mischung aus Tatsachenbericht und direkter Leseransprache. Dabei greift der sehr authentisch und real wirkende Erzähler häufig auf Fußnoten zurück, so als wäre das, was er eigentlich (in diesen Fußnoten) erzählt, gar nicht so wichtig. So als wäre sein ganzes Leben und vor allem seine Gefühle nicht so wichtig und nur eine Randnotiz.

Dass diese Kleinigkeiten und vermeintlich unwichtigen Begebenheiten einen riesengroßen Effekt auf Leonard hatten und dieser Effekt noch nachwirkt, bei dieser Erkenntnis kann der Leser sich selbst ebenso beobachten wie Leonard. Und so wird mit jeder Seite klarer, wie clever und grundsympathisch Leonard ist, aber auch wie zerrissen er ist zwischen dem unbedingten Drang nach Schönem, nach Erkenntnis und Wissen einerseits, und dem Wunsch, der ganz und gar verkorksten Welt zu entkommen, andererseits.

Auf der episodenhaften Reise durch den Tag erinnert sich Leonard an die vielen gemeinsamen mit seinem alten Nachbarn Walt geschauten Humphrey-Bogart-Filme, aus denen sie sich anschließend Zitate um die Ohren warfen; aber auch an seine ständig abwesende ihn im Stich lassende Mutter, seinen suchtgeplagten und geflüchteten Vater; und noch an so viel mehr.

Mir war Leonard Peacock auf Anhieb sympathisch! Dieser eher introvertierte Träumer, dessen Fragen an die Welt von so gut wie niemandem beantwortet werden und der über das Gefühl, von niemandem verstanden zu werden, die Hoffnung auf jede Besserung seines Lebens verliert. Aber in dem auch so viele neue und gute Ideen stecken und der im Grunde seines Herzens so viel besser und vernünftiger ist als sein ihn zur Weißglut treibendes Umfeld.

Fazit

Ein bewegender Roman, der richtig Fahrt aufnimmt und jede Menge Mut macht, anders zu sein und auch zu bleiben und sich nicht vom Leben unterkriegen zu lassen. Ein gutes und wichtiges Buch!

Happy Birthday, Leonard Peacock

Happy Birthday, Leonard Peacock

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