Schlaf nicht ein

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • Loewe , 2013, Titel: 'Unrest', Originalausgabe

Couch-Wertung:

7

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Almut Oetjen
Schlaflähmung

Buch-Rezension von Almut Oetjen Jul 2014

Der siebzehnjährige Elliott hat vor Monaten einen Autounfall mit Fahrerflucht überlebt. Zwar war er wenige Minuten klinisch tot, kam dann aber zurück ins Leben. Seit dem Unfall hat Elliott Alpträume, sein Geist verlässt den Körper und streift durch das Apartment, in dem er und sein Vater wohnen. Vor Jahren hat sich in eben diesem Apartment die junge Tess Fielding das Leben genommen. Deren Geist kann Elliott sehen, wenn er seinen Körper verlässt. Seine nächtlichen Erlebnisse werden immer unheimlicher, und er weiß nicht, ob er langsam wahnsinnig wird, oder ob die Geisterwelt tatsächlich existiert. Elliott sucht sich einen Job und arbeitet in einem Museum, in dem Geistertouren angeboten werden. Dort verliebt er sich in Ophelia, die ihn anfangs nicht mag, was sich durch ein gemeinsames unschönes Erlebnis langsam ändert. Elliott findet heraus, dass die Geisterwelt real ist und, schlimmer noch, er durch einen anderen Geist bedroht wird.

Außerkörperliche Erfahrungen

Die Richtung des Romans von Harrison ist durch den Anfang eindeutig bestimmt. Das Phänomen außerkörperlicher Erfahrungen oder Astralreisen, bei denen ein betroffener Mensch das Gefühl hat, sich außerhalb seines Körpers zu befinden und sich selbst zu beobachten, bekannt auch als Seelenwanderung in manchen Religionen und okkultistischen Ausformungen der Esoterik, Gegenstand der Forschung in der Psychiatrie und Psychologie, bildet den Ausgangspunkt des Romans. In einer Genrezuweisung wäre Schlaf nicht ein deshalb als "Geistergeschichte" und unter der schrägen, aber gängigen Bezeichnung "paranormale Romanze" einzuordnen.

Harrison verkoppelt das Motiv der außerkörperlichen Erfahrung mit dem medizinischen Phänomen der Schlaflähmung, die die Bewegungsunfähigkeit des Körpers in Traumphasen bezeichnet, und überführt beides auf spannende Weise in den Horror.

Elliott ist ein typischer Teenager, mit Merkmalen, in denen sich die meisten Leser wiederfinden dürften. Er ist zuverlässig, umgänglich und verbringt gerne Zeit mit anderen Menschen, darunter seinem Bruder Adam. Seit seiner Nahtoderfahrung hat sich sein Leben grundlegend verändert. Weil er kaum noch schläft, ist er erschöpft, depressiv und verunsichert. Mit seinem Problem geht er offensiv um, versucht herauszufinden, was mit ihm geschieht und ob er etwas dagegen unternehmen kann. Die Antworten, die er findet, und die Entwicklung der Handlung sind vorhersehbar, weil auch aus einer Reihe von Filmen bekannt. Als Leser oder Leserin lässt man sich von Elliott gerne durch die Handlung führen, weil er nicht oberflächlich in seinem Denken ist.

Harrison beschreibt mit Elliott und seinem Umfeld nachvollziehbare Charaktere, und sie entwickelt die Beziehung zwischen Elliott und Ophelia langsam und glaubwürdig, mit Kanten, die teilweise sehr scharf sind. Ein guter Teil der Charaktere hat schwer an der Vergangenheit und an einem Geheimnis zu tragen.

Fazit

Michelle Harrisons Schlaf nicht ein erzählt eine clever konstruierte und bekannten Mustern folgende Geistergeschichte, die tief im Alltag verwurzelt ist. Entlang einiger Wendungen beschreibt Harrison eine Folge von Ereignissen, die in eine tödliche Auflösung münden.

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