Drachenstern - Erleuchtet

  • Egmont INK
  • Erschienen: Januar 2014
  • Egmont INK, 2006, Titel: 'Jennifer Scales and the Messenger of Light', Originalausgabe
Drachenstern - Erleuchtet
Drachenstern - Erleuchtet
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Carsten Kuhr
3

Jugendbuch-Couch Rezension vonJun 2014

Das Drachenmädchen hat einen Steifbruder!

Jennifer war einmal ein ganz normales Mädchen. Mit einem Talent fürs Fußballspielen ausgestattet wuchs sie in einer amerikanischen Kleinstadt auf,bis, ja bis sich alles radikal änderte. Denn Jennifer entstammt einer Familie, die uralte Wurzeln hat.

Statt sich mit Highschool-Dates und Musik hören zu beschäftigen, verwandelt sie sich jetzt – in einen Drachen!

Dass ihre Eltern beide aus traditionell verfeindeten Familien stammen – einmal Werdrache, einmal Biestjäger – erweist sich dabei auch nicht eben als einfach. Dann kommt auch noch heraus, dass Jennifers Vater schon einmal verheiratet war und damals einen Sohn gezeugt hat. Und der ist von seinem Dad nicht eben sonderlich begeistert. Jahrelang war er in einer anderen Dimension gefangen gesetzt, jetzt ist er zurück und sinnt auf Rache.

Ein Jugendbuch, das aus seinen Ansätzen wenig, viel zu wenig macht

MaryJanice Davidson hat sich mit der Reihe um die Jugend-Wer-Drachin Jennifer auf unbekanntes Terrain vorgewagt. Nach ihren begeistert aufgenommenen Betsy Taylor Vampir-Romancies und der Alaska-Royals Serie wollte sie eine phantastische Jugendbuchserie kreieren. Sechs Bücher sind im Original bislang erschienen, von denen INK, der All-Age-Ableger von Egmont, nun den Zweiten auf Deutsch vorlegt.

Die zugrundeliegende Idee ist dabei durchaus interessant. Eine junge Frau, Highschool-Schönheit, muss erkennen, dass ihr ganzes Leben auf einer Lüge basiert. Statt aus mit einem normalen Elternhaus, entstammt sie einer Mischehe aus Werdrachen und Biestjägern. Damit nicht genug, steht ihr selbst die Wandelung bevor, muss sie sich mit ihrer neuen Gestalt anfreunden und umgehen lernen. Dass hierbei Freundschaften auf der Strecke bleiben, Geheimnisse ihr Leben bestimmen und ihre sozialen Kontakte sich zunächst drastisch reduzieren, hätte den Autoren die Möglichkeit eröffnet, entsprechend die Vereinsamung Jennifers und ihre Abkehr von ihren Eltern in den Mittelpunkt zu stellen. Statt dessen aber bleibt die Zeichnung Jennifers oberflächlich, sind ihre Handlungen kaum mit der Situation, in der sie sich befindet, in Einklang zu bringen und agiert sie nicht eben überzeugend. Das wirkt auf mich als Leser schlicht oberflächlich und damit relativ uninteressant. Im Zentrum steht immer nur die aktuelle Bedrohung. Reflektion, die Darstellung, was sich aus der Gefahr für Folgen ergeben, wie sich die Charaktere dadurch ändern und entwickeln, gibt es nicht.

Fazit

Das Buch bietet schnell heruntergeschriebene Unterhaltung ohne jeglichen Tiefgang und ohne dabei wirklich überzeugen zu können.

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