Projekt Exodus - Time Riders (5)

Erschienen: Januar 2013

Bibliographische Angaben

Tanith Low hat die Zukunft gesehen. Und die Zukunft ist schön – blutig schön, die Art von Schön, die nur ein Weltuntergang beleuchten kann. Denn Darquise, die geweissagte Vernichterin der Welt, kommt und wird ihr Schicksal erfüllen!

Um diese Vision allerdings wahr werden zu lassen, müssen die einzigen Waffen die Darquise aufzuhalten imstande wären vernichtet werden. Nachdem die gelernte Meuchelmörderin, die zwischenzeitlich als Agentin für das Irische Sanktianum gearbeitet hat, von einem Restanten angefallen wurde, hat sie ihr Gewissen verloren. Zusammen mit ihrem gegenwärtigen Liebhaber Billy-Ray Sanguin und weiteren Helfern macht Tanith sich auf, die vier Göttermörder-Waffen zu suchen und zu vernichten. Dass alte Freunde von ihr mit ganz gegensätzlichen Motiven auch nach den Waffen suchen, reizt Tanith nur noch mehr. Nichts liebt sie mehr, als ihre Kräfte mit denen ihrer Gegner zu messen, und diese ein ums andere Mal zu düpieren.

So geht es auf der Suche nach dem Messer nach Deutschland, dann zu einem Mafia-Boss nach Chicago der den legendären, unfehlbaren Bogen in seinem Besitz hat, der Speer wird an der Ostseeküste Polens gefunden und das Schwert ist im Londoner Sanktuarium scheinbar in Sicherheit.

Es beginnt ein Wettlauf der beiden Gruppen, die sich der Waffen bemächtigen wollen – ein wahrlich tödlicher Wettlauf, pflastern doch Leichen den Weg ...

Ein Denkmal für eine der faszinierendsten Figuren Landys

Nachdem die Reihe um Skulduggery Pleasant, der Skelett-Detektiv und seine aufgeweckte Partnerin sich dem Finale zuneigt, hat Derek Landy sich eigentlich neuen Ufern zuwenden wollen. Vorher aber wollte er, dem Drängen der Fans folgend, einer der faszinierendsten Figuren der Reihe ein eigenes literarisches Denkmal setzen.

Tanith Low, eine der flüsternden Klingen, eine Magierin, die seit ihrer Kindheit darin ausgebildet wurde, Wesen aller Art umzubringen, steht im Zentrum der Aufmerksamkeit. Seitdem sie den Restanten, ein dunkles Wesen, das ihr nicht nur ihren inneren Moralkompass raubt, sondern auch die Erinnerungen und einen Teil der Fähigkeiten der Zauberer in sich trägt, die früher vom Restanten besetzten wurden, ist sie eine der Bösen. Voller Elan stürzt sich Landy auf seine Protagonistin.

Kein geeignetes Lesefutter für jüngere Leser

Endlich einmal, so hatte ich zumindest den Eindruck, kann er hemmungslos der Gewalt frönen. Und so pflastern Leichen Tanith´ Weg, wird gekämpft, gemordet, zerstückelt und geköpft, dass Tanith und Co förmlich in Blutseen waten.

Insoweit ist das Buch auch für jüngere Leser nicht unbedingt geeignetes Lesefutter. Hier wird ganz eindeutig ein etwas älterer Fankreis angesprochen, der durch entsprechende TV-Serien und vor allem PC-Spiele an entsprechende Schilderungen zumindest ein wenig gewöhnt ist.

Des Weiteren dürften sich Neueinsteiger in die Welt von Tanith schwer tun. Wer die Bücher um Skulduggery Pleasant nicht kennt, der irrt hilflos in der Handlung, die mit vielen Verweisen und Rückblenden auf den Plot der Mutterserie versehen ist, umher. Eigenständig und interessant dagegen, dass wir in kurzen Rückblenden etwas aus der Jugend Tanith´ erfahren. In kurzen Streifzügen erleben wir mit, wie sie von Kindesbeinen an zur Killerin geformt wird, und damit zu der Frau, die Walküre Unruh alias Darquise schon mehrfach das Leben gerettet hat.

Fazit

Für Fans der Serie unverzichtbarer Action-Knaller, der aber für jüngere Leser ein zu hohes Gewaltpotential bereit hält und die Lektüre der Mutterserie voraussetzt.

Couch-Wertung:

7

Leser-Wertung

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Carsten Kuhr
Historisch faszinierender Roman

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Dez 2013

Die Welt ist dem Untergang geweiht. Wie die Time Riders – drei junge, aus tödlichen Situationen rekrutierte Zeitreiseagenten – in ihrem letzten Abenteuer herausgefunden haben, wird die Menschheit an ihrem eigenen Dreck, der Umweltverschmutzung und Überbevölkerung kläglich zugrunde gehen.

Kurz bevor ein künstlicher, natürlich von skrupellosen Menschen hergestellter Virus die Menschheit des Jahres 2070 ausrottet, wollen rund 300 Auserwählte einen Neuanfang wagen. Die Reise soll ins Rom kurz nach der Herrschaft Caisers Caligulas zurückführen – allerdings stranden die Wissenschaftler mitten in der Herrschaftsperiode des verrückten Caesaren.

Das "echte" Rom

Unsere Time Riders bekommen die Auswirkungen des Eingriffs in die Zeit hautnah mit. New York verschwindet, wo Wolkenkratzer in den Himmel wuchsen gehen Indianer mit Tamahawks auf die Jagd.

Während Liam und Bob durch die Zeit zurückgesandt werden, bekommen die im Eisenbahnbogen verbliebenen Maddy und Sal Besuch – "Support-Units" tauchen auf und machen Jagd auf die Time-Riders. Im letzten Moment gelingt es ihnen, sich ins Rom des Jahres 54 n. Chr. zu versetzten – direkt hinein in die Schreckensherrschaft Caligulas ...

Nachdem unsere jungen Helden bereits die Dinosaurier besucht, Robin Hood geholfen und Abraham Lincoln kennen gelernt haben dürfen sie in vorliegendem Abenteuer das Römische Reich besuchen. Damit nicht genug, lüftet sich ein erstes großes Geheimnis um die Time Rider, wird der selbst verschuldete Untergang der Menschheit thematisiert und sehr deutlich auf die Gefahren und Folgen der Umweltverschmutzung, Klimaveränderung und Überbevölkerung hingewiesen.

Für die jugendliche Zielgruppe wichtiger aber dürfte die überzeugende Darstellung des Römischen Reiches sein. Hier lässt der Autor auch über den Auftritt der beiden Legionäre Catos und Macros aus der Rom-Serie Simon Scarrows viel Wissenswertes über das Leben zur damaligen Zeit einfließen. Insbesondere hat mich verblüfft, dass der Autor auch die wenig bekannten Schattenseiten des Lebens zur damaligen Zeit thematisiert – angefangen vom Sklavenhaltertum über Kreuzigungen, dem allseits herrschenden Gestank, die Verschmutzung des Tiber und damit einhergehend das Aufkommen von Seuchen – da wird nichts schön geredet.

Wie schon bislang gewohnt, erleben wir zum Teil blutige Kämpfe mit, wird die Gewaltdarstellung zwar nicht verherrlicht aber auch nicht in den Hintergrund verbannt. Wenn die künstlichen Units auf Jagd gehen, ihnen Gliedmaßen abgetrennt werden und das Blut sprudelt, hält sich der Autor in seiner Darstellung nicht zurück.

Fazit

Insgesamt gesehen ein insbesondere in Bezug auf die historischen Darstellungen, faszinierender Roman, der uns das Leben der Menschen Roms überzeugend nahe bringt, die Serie selbst deutlich voranbringt, aber wegen der Gewaltszenen nicht für Leser unter 14 Jahren geeignet ist.

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