Sternenfeuer - Gefährliche Lügen (1)

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

Vor gar nicht einmal allzu langer Zeit hätte Lilith Parker jeden, der ihr von der Existenz von Vampiren, Hexen und Magiern oder Werwölfen erzählt hätte, lauthals ausgelacht. So etwas gibt es doch nur in verrückten Büchern und noch verrückteren Filmen.

Doch dann zog sie, da ihr Vater mal wieder als Archäologe in der Weltgeschichte unterwegs war, zu ihrer Tante auf die abgelegene Nebelinsel Bonesdale. Hier lernte sie nicht nur Untote und übernatürliche Wesen kennen, sie entpuppte sich selbst auch noch als Banshee und Trägerin des Bernstein-Amuletts, das sie zur Führerin der Nocturi machte. Im Kampf gegen Erzdämonen musste sie sich ebenso beweisen, wie gegen ihre neidische Cousine. Gut, dass sie dabei wirklich gute Freunde gefunden hat, die ihr mit Rat und wichtiger noch Tat zu Seite stehen.

Dieses Mal erreicht sie ein Hilferuf. Die tief im Gebirge verborgen gelegene Stadt der Vampire in Rumänien wird von gnadenlosen Vampirjägern angegriffen. Nur mit Hilfe der vereinten Kräfte des Bernstein-Amuletts und des in den Karpaten befindlichen Blutstein-Amuletts kann der magische Schutz verstärkt und der tödlich erkrankte Herrscher der Vampire vielleicht gerettet werden. Zusammen mit ihrer Cousine Rebekka, ihrem Dämon Strychnin und ihrem Menschenfreund Matt macht sie sich auf nach Rumänien – wo sie schon von einem Verräter und einem alten Gegner erwartet wird ...

Lilith Parker ist erwachsen geworden. Mit ihren fast 14 Jahren hat sie schon einiges erlebt, musste sich ihrer Verantwortung stellen und schwierige Entscheidungen treffen. Dies spiegelt sich auch in der Zeichnung ihres Charakters wider. Sie wird vielschichtiger und differenzierter als bislang porträtiert, und auch der zwischenmenschliche Bereich rückt weiter in den Vordergrund. Wird sie mit Matt zusammenkommen und was wird ihre beste Freundin, die in Matt verliebt ist, dazu sagen? Und wie wird sie auf die ständigen Sticheleien Rebekkas reagieren?

Mehr noch, die Autorin fasst dieses Mal, gut verpackt in eine sehr spannende Handlung, heiße Eisen an. Indirekt geht es um Diskriminierung und Fremdenhass, um Egoismus und Moral und das alles sehr unterhaltsam und kurzweilig aufbereitet.

Dass Sympathieträger sterben, fügt dem Roman, der erstmals in einem veritablen Cliffhanger endet, eine weitere ernste Ebene hinzu der den Ernst des Lebens beleuchtet.

Fazit

Der dritte Band der Reihe Lilith Parker und das Blutsein-Amulett liest sich angenehm und ohne die Leser/innen zu überfordern. Dabei baut die Autorin Janine Wilk auf den bekannten Figuren auf, entwickelt diese wie auch die Handlung weiter und fügt geschickt ernste Themen ein.

Couch-Wertung:

8

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Melanie Reichert
Ein galaktisches Abenteuer, mit Fingernagel-Kau-Faktor

Buch-Rezension von Melanie Reichert Okt 2013

Waverly ist 15 und wurde auf dem Sternenschiff Empyrean geboren. Die Erde wie wir sie kennen, ist durch den Klimawandel, Umweltkatastrophen und die menschliche Hand quasi zerstört worden. Deshalb ist das Raumschiff auf dem Weg durch die Galaxis, um einen Neustart auf dem Planeten New Earth zu beginnen. Kieran ist ebenfalls 15, Anwärter auf die Pilotennachfolge und Waverly versprochen, mit der er eine neue Generation Menschen zeugen soll. Die beiden lieben sich sehr, aber dennoch muss sich Waverly immer wieder fragen: Ist sie der großen Aufgabe gewachsen?

Dann greift plötzlich das lange verschollene Schwesternschiff New Horizont an. Die Erwachsenen werden getötet, die Mädchen entführt und die Jungen bleiben auf dem stark beschädigten Schiff zurück. Der Kampf ums Überleben hat begonnen, der Ausgang ist allerdings ungewiss. Werden sich Kieran und Waverly wiederfinden?

Obwohl uns die Geschichte in der Er-Perspektive erzählt wird, schwenkt die Kamera immer wieder zwischen Kieran und Waverly hin und her. Zum einen kann der Leser so mitverfolgen wie es den beiden nach dem Angriff geht und zum anderen werden die Handlungsmotive und Gefühle klarer. Der Schreibstil ist sehr flüssig und ich kann getrost sagen, dass es sich um einen Pageturner handelt. Man will nur noch ein paar Seiten lesen, aber dann tritt plötzlich wieder eine unvorhergesehene Wendung ein und man muss auch noch schnell das nächste Kapitel lesen. Obwohl wir uns im Sci-Fi Bereich bewegen, werden die "Fremdwörter" gut erklärt bzw. beschrieben, sodass man auch als Neuling in dieses Thema einsteigen kann. Dabei ist die Technologie der Raumschiffe noch nicht so abgehoben, dass man sie sich nicht mehr vorstellen kann, was ich definitiv positiv vermerken muss.

Neben den Hauptcharakteren Waverly und Kieran haben wir es noch mit einigen Nebencharakteren zu tun. Sowohl in der Gruppe der Mädchen, als auch in der Gruppe der Jungs sind einige prägnante und individuelle Typen dabei. Diese Persönlichkeit macht die Figuren lebendig und authentisch. Mir hat es Waverly angetan, weil sie stark ist und nicht aufgibt. Sie muss einiges erdulden und geht trotzdem immer wieder mit erhobenem Kopf aus einem Gefecht hervor. Waverly ist sowohl typischer Teenager, was ihre Gefühle zu Kieran angeht, als  auch eine Anführerin, die das Kommando übernimmt, wenn es nötig ist. Kieran ist eigentlich ihr perfektes Gegenstück, denn auch er beißt die Zähne zusammen und wächst in den Situationen über sich hinaus.

Wie schon erwähnt, ist dieses Buch sehr spannungsgeladen. Schon zu Beginn werden wir mitten ins Geschehen geworfen und dann überschlagen sich die Ereignisse auch sofort. Die Autorin hält sich nicht mit langen Einführungen auf und schafft es trotzdem, genügend Informationen zu geben, damit der Leser sich zurecht finden kann. Mehr als eine überraschende Wendung hält dieses Buch parat und dann ist da immer noch dieses Hoffen und Bangen, ob Kinder ihre Eltern wiedersehen, Brüder und Schwestern wiedervereint werden und ob ein Überleben überhaupt noch möglich ist. Das Ende ist ein absoluter Cliffhanger, aber zum Glück ist der zweite Band der Reihe bereits erschienen.

Ich würde das Buch ab 15 Jahren empfehlen, weil wir es hier doch mit darstellender Gewalt und Tod zu tun haben und zudem das Thema "Fortpflanzung" zentral ist. Manche Vorgänge sind hier komplexer beschrieben, weswegen ich diese Altersempfehlung ausspreche. Zudem sollte man ein Sci-Fi-Fan sein, weil die komplette Handlung auf Raumschiffen im Weltall spielt. Wer eine Liebesgeschichte sucht, bekommt diese nur teilweise geboten, weil eben doch das Überleben der Menschheit im Mittelpunkt steht und romantische Gefühle hier nicht immer ihren Platz finden.

Fazit

Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band, weil ich mit Gefährliche Lügen ein paar spannende Stunden mit zwei absolut authentischen Protagonisten verbringen durfte. Eine gut ausgearbeitete Storyline besticht genauso,  wie die spannenden, teilweise unvorhergesehnen, Wendungen, die dieses Buch ausmachen. Ein tolles Sci-Fi-Abenteuer mit Endzeit-Charakter, das nach mehr verlangt.

Sternenfeuer - Gefährliche Lügen (1)

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