Die Auslese - Nur die Besten überleben

Erschienen: Januar 2013

Bibliographische Angaben

  • Penhaligon, 2013, Titel: 'The Testing', Originalausgabe

Couch-Wertung:

9

Leser-Wertung

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Carsten Kuhr
Tolles Kopfkino

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Okt 2013

Willkommen in einer Welt, ein paar hundert Jahre in der Zukunft. Ein vernichtender Krieg, Erdbeben, radioaktive Niederschläge und Umweltkatastrophen haben die einst grünen Landschaften in eine triste Wüste verwandelt. In einigen wenigen Kolonien versuchen die Überlebenden die Erde wieder behutsam zu rekultivieren. Dabei sind Ressourcen rar und kostbar. Um weitere Katastrophen zu vermeiden werden die künftigen Entscheidungsträger sorgsam ausgewählt. Nur die besten Absolventen der jeweiligen Kolonien, werden für die Auslese ausgewählt. Anschließend werden die künftigen Eliten nach Tosu-Stadt gebracht und müssen mehrere Prüfungen in verschiedenen Kategorien bestehen. Mental wie körperlich müssen sie dabei an ihre Grenzen gehen und werden dabei immer von ihren Testern beobachtet und manipuliert.

Cia Vale ist eine der Jüngsten, die zu den Prüfungen antritt. Es ist ihr größter Traum für die Auslese ausgewählt zu werden und entsprechend groß ist die Freude, als dies tatsächlich geschieht. Doch schnell merkt sie, dass nicht alles so toll ist wie es scheint. Zusammen mit Thomas, einem Schulfreund und dem einzigen dem sie vertraut, durchlebt und durchleidet sie die Prüfungen, ständig voller Angst aber auch Wut.

Als sie merkt, dass diejenigen, die die Prüfungen nicht bestehen, nicht wieder auftauchen, ist es längst zu spät auszusteigen. Doch sie hat Hoffnung, denn sie erhält Unterstützung von Außen ...

Dystopien sind eine Genre-Spielart, die mich persönlich nie sonderlich angesprochen hat. Die Welt nach einer großen Katastrophe ist wie gewohnt geprägt von Elend, Not und dem Überlebenskampf.

Hier hört dann Charbonneaus Version auch schon auf, dem Üblichen oder Gewohnten zu entsprechen. Ist die postapokalyptische Welt noch bekannt, so lösen sich die Figuren schnell und scheinbar mühelos von dem Gewohnten. Vielschichtig sind sie, allen voran natürlich unsere Ich-Erzählerin Cia, die uns einpackt und mitnimmt auf eine ganz besondere Reise durch eine uns fremde Welt. Ohne jegliche Mühe macht sich der Leser die Figur zu Eigen, schlüpft in ihre Rolle und – was das Wichtigste ist – kann ihre Gefühle und Gedanken nachvollziehen. Dabei begegnen uns Urängste, das Misstrauen gegen Obrigkeit sowie die Frage, wem ich mein Vertrauen schenken kann, wer mich nicht hintergeht, mich im Stich lässt oder ausnutzt.

Selten konnte ich die Gefühlswelt einer Protagonistin so mühelos nachvollziehen, selten mit ihr zusammen die emotionale Achterbahnfahrt die ihr widerfährt dermaßen intensiv überstehen. Immer wieder hinterfragt sich Cia selbst, ist oft verzweifelt, findet dann aber in sich selbst die Kraft weiterzumachen und die Enttäuschungen zu überstehen. Lange Zeit hat sie nur ein Ziel vor Augen, das nackte Überleben von sich und Thomas, in den sie sich verliebt.

Dabei berichtet sie, respektive die Autorin, uns in wunderbar eindringlichen Bildern von ihrer Welt, schafft es mit einigen wenigen Sätzen uns in ihre jeweilige Handlung zu ziehen und Emotionen zu wecken. Es geht nur zu oft martialisch zu, hier merkt man dem Plot an, dass die Figuren im wahrsten Sinne des Wortes um ihr Überleben kämpfen. Geschickt baut die Autorin dabei den inneren, psychischen Druck unter den Prüflingen auf.

Fazit

Die Verbindung zwischen einem tollen Kopfkino mit markanten Figuren, wirkt oft grausam und erbarmungslos aber auch ergreifend und packend. An machen Stellen erinnert die Geschichte zwar sehr an die Tribute von Panem-Triologie, ist aber trotzdem nie langweilig oder vorhersehbar. Nicht umsonst hat Paramount Pictures sich den Stoff für eine Verfilmung gesichert, und lässt uns Lesern die Zeit bis zum Erscheinen des zweiten Teils der Trilogie lang werden.

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