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Julia Behrens
Was wäre, wenn dein Vater ein Mörder wäre?

Buch-Rezension von Julia Behrens Aug 2013

Es beginnt alles an dem Abend an dem Josi auf ihren kleinen Bruder Lou aufpasst. Eigentlich ist Lou nur ihr Halbbruder und das Kind ihres Vaters Thomas und seiner neuen Frau Marina. Marina ist jung und wunderschön und ein bisschen eingebildet. Thomas hat Barbara, Josis Mutter, für sie verlassen. Josi mag Marina nicht wirklich, aber Lou ist wunderbar. Auch Max mag ihn gern, Josis neuer Freund. An diesem Abend sind Thomas und Marina auf einer Party und Josi und Max verbringen den Abend gemeinsam mit Lou und dem "Dschungelbuch". Es ist schon spät und Lou ist ganz in den Film vertieft, als Josi und Max ein bisschen Zeit für sich haben wollen. Doch als sie wieder ins Wohnzimmer kommen ist Lou verschwunden. Josi hat Panik. Wo ist ihr kleiner Bruder hin? Was, wenn ihm etwas passiert ist? Die Polizei sucht fieberhaft, doch statt Lou findet sie die Leiche einer jungen Frau in unmittelbarer Nähe zum Haus. Und ausgerechnet diese Frau hatte früher am Abend geklingelt und nach Thomas gefragt …

Auf einmal steht Josis Welt Kopf. Wer ist die Tote? Was hat sie von ihrem Vater gewollt? Und wie hängt das alles mit Lou zusammen? Wo ist Lou und was ist mit ihm passiert? Auch Max gerät ins Visier der Polizei und schließlich auch Josis Vater Thomas. Hat Thomas die Frau umgebracht? Josi muss all ihren Mut und all ihre Kraft aufbringen um die Wahrheit herauszufinden.

Lügenbeichte ist ein spannender Thriller über die Entführung eines Kindes und den Mord an einer jungen Frau, mehr noch aber über die Probleme, die dadurch in Josis Familie sichtbar werden und die es in vielen Familien gibt. Da ist der erfolgreiche Vater, der sich für eine Jüngere von der Mutter getrennt hat, die Patchwork-Situation mit zwei Halbbrüdern, die Mutter, die versucht ein verlorenes Kind zu retten – ob das sinnvoll ist oder nicht - und mitten drin kämpft die Protagonistin Josi nicht nur mit ihrer Familiensituation, sondern auch mit den beiden grausamen Vorfällen und so ganz nebenbei auch mit den Problemen der Pubertät, wie zum Beispiel dem ersten richtigen Freund und allem, was das so mit sich bringt.

Die Geschichte liest sich schnell und flüssig, es gibt viele sehr spannende Momente, schnell will man wissen, wie alles zusammenhängt. Die verstrickten Familienbande stehen neben den beiden Verbrechen in der Geschichte im Vordergrund. Das ist einerseits spannend, weil es viel Potential für Gedankenspiele birgt: ist der Vater vielleicht doch der Mörder? Andererseits hat man beim Lesen auch leicht zu viel davon. Immer wieder entsteht der Eindruck eines moralischen Zeigefingers, auch wenn genau das sicher nicht das Ziel war. Die Autoren arbeiten oft mit Klischees. Am Ende der Geschichte wird das zwar noch einmal aufgebrochen, bis dahin hat man sich aber beim Lesen schon einige Male darüber gewundert und die Lösung erscheint dann doch ein bisschen zu simpel. Schade, denn die Idee genau die Klischees, die es über moderne und andere Lebensentwürfe gibt, einmal anzusehen und zum Gegenstand eines Jugendthrillers zu machen ist wirklich interessant.

Fazit:

Lügenbeichte ist ein spannendes Buch, das gesellschaftliche Klischees in einen Spannenden Thriller verstrickt. Eine tolle Idee mit ein paar Schwächen in der Umsetzung, nichts desto trotz lesenswert!

 

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