Die Angst der Bösen

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • dtv, 2012, Originalausgabe

Couch-Wertung:

7

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Julia Behrens
Du bist böse. Und wer böse ist, muss sterben!

Buch-Rezension von Julia Behrens Dez 2012

Es ist der letzte Abend der Abschlussfahrt. Die Clique um Lilly, Sven und Tatjana hat Spaß. Es wird getrunken und ausgelassen gefeiert. Schließlich landen sie auf einem Friedhof. Paul ist auch dabei. Paul ist der Außenseiter und Sven gibt sich alle Mühe ihn zu drangsalieren wo immer er kann. Die Stimmung kocht hoch. Als den Schülern dann ein Obdachloser begegnet, gerät plötzlich alles außer Kontrolle. Mit ungeheurer Wut gehen sie auf ihn zu und schlagen ihn zusammen. Selbst Paul tritt zu, weil er Angst hat, sonst selbst zum Opfer zu werden. Lilly bekommt von all dem nichts mit. Sie ist schon früher gegangen, weil sie sich mit Tatjana verkracht hat. Als Paul, ihr bester Freund, später mit blutverschmiertem T-Shirt zu ihr kommt, fragt sie sich schon, was da passiert ist. Auch dass Sven am nächsten Tag ein nagelneues Handy hat bemerkt sie, doch keiner will was sagen und so vergisst sie die ganze Sache.

Drei Wochen nach der Abschlussfahrt jedoch wird Sven tot aufgefunden. Selbstmord, sagt die Polizei, doch niemand, der Sven kannte, will das so recht glauben. Als dann auch noch merkwürdige Anrufe bei Leon und Ilkay eingehen, ahnen die Jungs, dass irgendwas gar nicht in Ordnung ist. Und dass es mit dem Obdachlosen auf dem Friedhof zu tun haben muss. Jemand ist hinter ihnen her und will seinen Tod rächen. Und das bedeutet, dass jeder sterben muss, der an diesem Abend auf dem Friedhof dabei war. Auch Lilly gerät ins Visier des Mörders. Und so entspinnt sich für die Clique langsam ein tödlicher Alptraum.

Kirsten Dunker hat mit Die Angst der Bösen ein aktuelles Thema aufgegriffen und in einen spannenden Roman verpackt. Aus der Sicht von Lilly, ihrer Clique und weiteren beteiligten Figuren erzählt sie, wie aus einer harnlosen Klassenfahrt ein Höllentrip wird. Dass sie ihre Leser immer wieder in andere Rollen schlüpfen lässt macht die Geschichte lebendig und hilft nachzuvollziehen, wie es zu solchen Gewalttaten kommen kann und wie es in den betroffenen aussehen mag. Auch, dass sie in ihrer Geschichte nur eine relativ kurze Zeitspanne schildert, macht das Ganze spannend und sorgt dafür, dass man das Buch in einem Rutsch durchliest. Für die Kürze der Geschichte und die vielen Charaktere, die sie vorkommen lässt, ist es Kirsten Dunker gut gelungen, jeder Figur auch ihre eigene Tiefe zu verleihen. Es verwundert nicht, dass sie für ihre Bücher schon viele pädagogische Preise bekommen hat. Hier jedoch liegt auch die Schwäche der Geschichte. An manchen Stellen wirkt die Handlung zu eindimensional, zu plakativ. Immer wieder blitzt auch der pädagogische Zeigefinger durch. Man merkt schnell, dass das Buch eine Botschaft vermitteln will. Gleichzeitig versucht Dunker, das Buch nah an den Jugendlichen zu platzieren. Ihre Figuren sprechen eine eigene Sprache und plagen sich mit den Problemen, die man in der Pubertät hat, herum. Der Spagat zwischen Authentizität und dem Versuch eine Botschaft abzusetzen gelingt leider nicht immer. Nichts desto trotz hat Dunker einen spannenden Roman geschrieben, der durch die häufigen Perspektivwechsel abwechslungsreich ist und für die Gewaltproblematik, egal ob von Jugendlichen oder auf sie ausgerichtet, sensibilisiert.

Fazit

Die Angst der Bösen ist ein Buch mit einer Botschaft, was zugleich große Stärke und Schwäche des Romans ist. Durch häufige Perspektivwechsel schafft Dunker dem Leser die Möglichkeit, immer wieder in andere Rollen zu schlüpfen und so ein Problem aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Ein gutes Buch um Gewaltprozesse nachzuvollziehen.

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