Als die schwarzen Feen kamen

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • cbj / cbt, 2012, Originalausgabe

Couch-Wertung:

9

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Julia Behrens
Ein Flügelschlag – und nichts ist mehr, wie es war!

Buch-Rezension von Julia Behrens Okt 2012

Das meint Jugendbuch-Couch.de: "Ein Flügelschlag – und nichts ist mehr, wie es war!"

[Jugendbuch des Monats - Oktober 2012]
Schwarze Feen entstehen aus bitteren Gedanken, aus Traurigkeit und Enttäuschung. Sie leben von schönen Erinnerungen und stehlen sie ihren Besitzern. Marie kann sie sehen, die schwarzen Feen, doch außer ihr kann das niemand.

Besonders schlimm war es nach dem Tod ihres Vaters. Deshalb war sie auch lange in Behandlung bei Dr. Roth, einem Kinderpsychologen. Doch inzwischen ist Marie 16 und hat schon lange keinen Anfall mehr gehabt. Das ändert sich jedoch nach einem heftigen Streit mit ihrer Freundin Theresa.

Marie ist alarmiert. Sehr schnell wird ihr klar, dass der Anfall nur die Spitze einer viel größeren Gefahr ist, die sich langsam und unaufhaltsam auf sie zu bewegt. Theresa kann sie davon nichts erzählen, die würde ihr nicht glauben. Doch da ist der geheimnisvolle Gabriel, ein Zwölftklässler aus ihrer Schule. Marie kann es kaum glauben, als er sie in der Pause anspricht, sie, die Unscheinbare, wo doch jedes Mädchen in der Schule heimlich auf den hübschen Gabriel steht. Allen voran Theresa, die das Marie gar nicht verzeihen kann.

Doch was Gabriel ihr zu sagen hat ist so gar nicht romantisch: er kann die schwarzen Feen ebenfalls sehen. Er sieht sie in Maries Schatten, so wie er in jedem menschlichen Schatten ein ungeheuerliches Wesen sehen kann, das die dunkle Seite jedes Menschen verkörpert. Aber das kann er niemandem sagen, außer Marie. Marie, das spürt er, ist anders. Sie weiß von den Feen. Aber sie weiß nicht, wie sehr sie in Gefahr schwebt. In ihrem Schatten klafft ein riesiges Loch, das die Feen als Brücke zwischen den Welten benutzen. Sie greifen Menschen an. Zuerst Maries Mutter, die völlig zusammenbricht und ins Krankenhaus muss.

Marie ist verzweifelt. Der Einzige, der ihr jetzt noch helfen kann ist Gabriel. Fieberhaft suchen sie nach einer Lösung. Und die führt sie weit in Maries Kindheit zurück, zu der schwarzen Stadt mit dem Turm aus Obsidian, von dem sie als Mädchen träumte. In dem sie als Prinzessin mit einem maskierten Prinzen lebte, der sie beschützte. Doch das ist lange her. Und dennoch: irgendwie scheint das Schicksal der schwarzen Stadt untrennbar mit dem Schicksal der Menschen auf dieser Seite verbunden zu sein. Wenn Gabriel und Marie die Feen nicht aufhalten können ist alles vorbei. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, bei dem Gabriel und Marie mehr als einmal über sich hinaus wachsen und sich mutig ihren Schatten stellen müssen.

"Als die schwarzen Feen kamen" ist ein einfallsreicher und einfühlsamer Fantasyroman. Die Handlung der Geschichte, mit ihren vielen kleinen Details, ist gut durchdacht. Anika Beer schafft so eine dichte Atmosphäre, der man sich beim Lesen kaum entziehen kann. Dazu tragen ganz besonders die beiden Hauptcharaktere Marie und Gabriel bei. Mit ihnen hat Anika Beer zwei Helden geschaffen, die sich mutig ihren Aufgaben stellen, ohne dabei übermenschlich zu wirken oder plakativ – ganz im Gegenteil: Sie wirken lebendig und werden von der Autorin als einfühlsam und liebenswert beschrieben. Dabei haben Marie und Gabriel Ecken und Kanten und sie haben zurecht Ängste, denen sie sich lieber nicht stellen würden. Doch gemeinsam  schaffen sie es und ihre Schwächen werden zu ihren größten Stärken.

Die Kulisse, vor der die Handlung spielt, lässt die Geschichte trotz oder der realen Umgebung, die ganze Zeit über magisch wirken. Dadurch hebt sich "Als die schwarzen Feen" kamen auch von anderen Fantasyromanen ab: die Geschichte spielt konsequent in unserer Gegenwart und doch schimmert das Mystische die ganze Zeit über durch. Das macht Lust zu überlegen was wäre, wenn unsere Welt tatsächlich so wäre, wie Anika Beer sie beschreibt. Wer weiß, was man hinter der nächsten Straßenecke entdecken kann, wenn man nur genau hinsieht…

FAZIT

"Als die schwarzen Feen kamen" liest sich schnell, so spannend ist die Geschichte, so sympathisch sind die Charaktere und so mitreißend ist die Handlung. Anika Beer schafft es, der Geschichte um Marie und Gabriel ihren ganz eigenen, individuellen Dreh zu geben. Auf diese Weise erschafft sie inmitten unserer alltäglichen Welt eine ganz eigene, faszinierende Parallelwelt. Nicht nur für Fantasyfans ein wirklich tolles Buch!

Als die schwarzen Feen kamen

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