Mein böses Herz

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • cbj / cbt, 2012, Originalausgabe

Couch-Wertung:

9

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Corinna Abbassi-Götte
Wahn oder Wirklichkeit?

Buch-Rezension von Corinna Abbassi-Götte Sep 2012

Das meint Jugendbuch-Couch.de: "Wahn oder Wirklichkeit?"

Doros kleiner Bruder ist gestorben. Ein geplatztes Aneurysma hat eine Hirnblutung ausgelöst, ausgerechnet an dem Abend, an dem Doro allein mit ihm war. Babysitten musste sie, mal wieder, Anweisung der Eltern, die ihr damit jegliche Chance, ihren Schwarm als Freund zu gewinnen, genommen haben. Dieser Überzeugung ist sie jedenfalls. Dass ihre beste Freundin sie angetrunken von der abendlichen Party anruft und ihr mitteilt, gerade mit ihrem Schwarm rumgeknutscht zu haben, hebt ihre Laune nicht gerade. Als ihr kleiner Bruder dann auch noch anfängt zu brüllen, reißt ihr Geduldsfaden. Wutentbrannt stapft sie in sein Zimmer. Am nächsten Morgen ist er tot, und Doro kann sich an nichts erinnern.

14 Monate später zieht Doro mit ihrer Mutter aufs Land. Noch immer erinnert sie sich nicht an die Ereignisse der tragischen Nacht. Sie war in Therapie, weil sie Wahnvorstellungen hatte, und jetzt, auf dem Land, soll sie ebenfalls zu einem Therapeuten gehen.
Sie glaubt, ihre Wahnvorstellungen sind vorüber, doch dann findet sie eines abends einen Jungen, der sie um Hilfe anfleht und kurz darauf verschwindet. Das war real, weiß sie, doch genau dieser Junge hat sich, wie sie kurz darauf erfährt, vor einigen Tagen das Leben genommen. 
Geht nun alles wieder von vorn los? Und was steckt hinter dem Tod ihres Bruders? Warum weigert sich ihr Verstand immer noch, sich zu erinnern?

Keine harmlose Story, die Wulf Dorn uns hier präsentiert. Der Tod von Doros Bruder berührt uns tief und weckt die Befürchtung, dass die sympathische Doro Schuld daran ist.
Seit diesem Schicksalsschlag hat sich jedenfalls alles verändert. Ihre Familie ist zerbrochen und sie selbst gilt als psychisch gestört. Der Umzug aufs Land soll ein Neuanfang sein, aber dies funktioniert leider nicht wie gewünscht. Zu sehen, wie sie auch dort mehr und mehr in den Wahnsinn abzudriften droht und als Verrückte angesehen wird, ist hart.

Liegt ein Verbrechen vor? Oder ist Doro verrückt? Beides vielleicht?
Haben wir es hier mit einer waschechten Krimihandlung zu tun - oder doch nur mit der wahnsinnigen Einbildungskraft eines Mädchens, deren Erinnerungslücken dazu in der Lage sind, alles zu entscheiden? Und besitzt das Wissen um die vergangenen Ereignisse letztendlich die Macht, unser Bild von Doro zu ändern?

Überaus geschickt baut Wulf Dorn die Ereignisse um sie herum auf und lässt uns darüber im Dunkeln, ob es sich hier einzig um ihre Phantasie handelt oder zusätzlich ein Verbrechen vorliegt. Doch eins ist schnell nicht mehr zu übersehen: Das Netz um unsere Hauptfigur zieht sich immer enger zusammen und schickt uns dabei nicht nur einen kalten Schauer über den Rücken. Wulf Dorn schöpft dabei, was nervöse Anspannung angeht, aus dem Vollen: überraschende Wendungen, nächtliche Entdeckungen, tragische Unfälle, dunkle Ahnungen - und dazu braucht er nicht mehr als eine Handvoll überaus vielschichtiger, interessanter Personen. Und man merkt bereits auf der ersten Seite: Der Autor entführt uns Leser nicht nur in eine tiefgründige Story, sondern zeigt uns ebenso die Abgründe menschlichen Verhaltens auf und regt uns zum Nachdenken über Gut und Böse an.

FAZIT

Wahn oder Wirklichkeit? Ein reales Verbrechen oder nur die wahnsinnige Einbildungskraft eines Mädchens? Wulf Dorn konfrontiert nicht nur seine sympathische und arg um ihre Vernunft kämpfende Hauptfigur Doro, sondern auch uns Leser mit Ereignissen, die uns Gänsehaut über den Rücken jagen und immer wieder tief in die Abgründe menschlichen Verhaltens blicken lassen. Nervenkitzel und atemberaubende Spannung pur!

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