Geisterzeilen

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2012, Originalausgabe

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Helena ist 16 Jahre alt und besucht zusammen mit ihrer besten Freundin Maxi die elfte Klasse des örtlichen Gymnasiums. Der Unterricht fällt ihr ganz und gar nicht leicht. Besonders in Deutsch müht sie sich ab und will die Texte, die sie interpretieren soll, einfach nicht verstehen.
Doch eines Nachts wird sie vom Drang zu schreiben gepackt, ihre Hand wird von einem fremden Willen gesteuert. Was zurückbleibt ist die einwandfreie Interpretation eines Gedichts und das ungewöhnliche Gefühl, dass jemand Besitz von ihr ergriffen hat. In der Schule geht es durch ihre "Gabe" rapide bergauf, und gerade deswegen beschließt Helena, zu schweigen.
Erst als der Name "Oskar Schiller" auf einem Test auftaucht, muss sie sich eingestehen, dass sie von einem Geist verfolgt wird.
Aber es gibt nicht nur hilfsbereite Geister. Da ist nicht nur einer, der ihr Herz höher schlagen lässt, sondern auch einer, der ihre schlimmsten Alpträume wahr macht.

Zunächst möchte ich gern auf die besonders aufwendige Gestaltung des Buches eingehen. Nicht nur die Kapitelüberschriften sind wunderschön, sondern auch das Cover. Ich kann gar nicht genau beschreiben, wie es sich anfühlt, aber es ist weich, samtig und einfach griffig. Am liebsten würde man es die ganze Zeit streicheln.
Die Geschichte bekommen wir aus der Sicht von Helena in einer Rückblende erzählt. Ich musste beim Lesen teilweise an Tagebucheinträge denken, weil dazwischen immer wieder größere Sprünge sind bzw. einige Zeit vergeht. Hier wurde von der Autorin also wirklich nur das Wichtigste mitgeteilt, was die Story sehr kompakt macht und somit auch die Spannung aufrecht erhält.
Helena hat mir sehr gut gefallen. Sie ist ein starker Teenager, der sich gegen alles und jeden durchzusetzen vermag und für seine Gefühle einsteht. Sie muss einige Rückschläge einstecken und steht doch jedes Mal wieder auf, was ich sehr beeindruckend fand. Noch dazu ist sie nicht einer dieser nervigen Protagonisten, die in Selbstzweifeln oder Trauer vergehen. Wenn sie nicht weiterkommt, akzeptiert sie es und geht in eine andere Richtung.

Der einzige Kritikpunkt, den ich bei diesem Buch anbringen muss, betrifft die Nebencharaktere. Für mich wären ein paar Informationen zu Familie und Freunden schön gewesen. Zum Beispiel, was der Vater für einen Beruf ausübt oder was der kleine Bruder so den ganzen Tag macht. Lediglich von ihrer besten Freundin bekommen wir ein paar Informationshäppchen vorgesetzt, was für mich persönlich nicht ausreichend war.

Wir haben hier eine gelungene Mischung aus Mystery und Romance. Das Übersinnliche liefern uns die immer wieder erscheinenden Geister. Deren Gedankengänge und Motivationen waren absolut nachvollziehbar und haben mich teilweise an deren Existenz glauben lassen. Auch die Liebesgeschichte kommt hier nicht zu kurz. Hierzu kann ich leider nicht mehr sagen, sonst würde ich spoilern. Aber soviel sei verraten: Zum Schluss musste ich sogar ein paar Tränchen verdrücken.
Ansonsten kann man das Buch als absoluten Pageturner bezeichnen. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und die zweite Hälfte habe ich in einem Rutsch durchgelesen. Schließlich möchte man ja wissen, was mit Helena und ihren Geisterfreunden passiert.

Ich würde mich freuen, bald mehr von der jungen Autorin lesen zu dürfen, weil ihr flüssiger, aber doch malerischer und gut darstellender Schreibstil einfach überzeugt.

FAZIT

Wer sich mal wieder in eine übersinnliche Welt der Geister entführen lassen möchte und/oder eine romantische Liebesgeschichte mit einer gehörigen Portion Dramatik lesen möchte, ist hier genau richtig. "Geisterzeilen" spricht natürlich vor allem das weibliche Publikum an. Wer einmal anfängt, kann nicht mehr aufhören.

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Letzte Kommentare:
18.08.2019 20:51:51
Rose <3

Ich kann nur sagen das ich das Buch liebe. Es vereint die Realität mit dem mystischen. Ich habe das Buch in einem durch gelesen, da ich es einfach nicht weglegen konnte. Ich war so von dem Buch so sehr mitgerissen das ich den ganzen Tag nicht mehr aus meinem Zimmer raus kam. Ich habe völlig aufs essen und trinken vergessen so sehr habe ich mich in Helena hinein versetzt. Ich konnte mich einfach so mit Helena verbinden. Das Buch ist einfach so geschrieben das ich den Schmerz spüren konnte aber gleichzeitig auch die unendliche liebe von ihrem Glücksbringer. Ich wünsche mir nichts sehnlicher als das Janina Ebert noch ein Buch über so eine mystische aber gleichzeitig lebhafte Geschichte schreibt. (PS:Ich sage nur noch guten Tag wenn ich jemanden sehe! Ich hoffe die Leser verstehen was ich meine)