Verborgen - Die Tochter der Tryll (1)

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • cbj / cbt, 2012, Titel: 'Trylle Trilogy 1 - Switched', Originalausgabe

Couch-Wertung:

7

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Carsten Kuhr
Das Mädchen und der Stalker - oder die Heimholung des Wechselbalgs

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Aug 2012

Das meint Jugendbuch-Couch.de: "Das Mädchen und der Stalker - oder die Heimholung des Wechselbalgs"

Wendy Everly wechselt ihre Schule wie andere Leute ihre Unterwäsche. Mit fast 18 Jahren hat sie seit ihrem sechsten Geburtstag eine wahre Odyssee privater Lehranstalten hinter sich. Mittlerweile sind sie, ihr älterer Bruder und die Tante, die sie aufzieht, das Umziehen schon gewohnt. Immer wieder fliegt sie wegen dauernder Unaufmerksamkeit oder Aufsässigkeit von der jeweiligen Schule, bevor sie ihren Abschluss machen kann. Dabei ist sie beileibe nicht dumm, nur zumeist müde und angeödet vom Lehrstoff. Da hilft es ihr zumeist auch nicht lange, wenn sie auf ihre dramatische Kindheit hinweist. Mit sechs Jahren wollte ihre eigene Mutter sie mit einem Messer erdolchen – die Narben auf ihren Bauch legen beredt Zeugnis vom Versuch ab. Sie sei nicht ihre Tochter, ein Wechselbalg, das ihr statt ihres Sohnes untergeschoben worden sei, so der Versuch ihrer Mum, die Tat zu rechtfertigen. Seitdem hat sie einen schön ruhigen Platz in einer abgeschlossenen Heilanstalt.

In letzter Zeit aber wachsen bei Wendy die Zweifel. Nicht nur, dass sie offensichtlich unfähig ist, zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen, nicht einmal zu Freundschaften reicht es, auch ihre mysteriöse Gabe, anderen ihren Willen aufzuzwingen, macht sie nachdenklich. Warum ist sie so anders als all ihre Klassenkameraden? Hatte ihre Mutter vielleicht doch recht, als sie sie beschuldigte anders, gefährlich anders zu sein?

Finn, der Neuzugang in ihrer Klasse, scheint an ihr interessiert zu sein. Statt von ihrer kaum zu bändigenden Haarpracht und ihrer Manie gegen Schuhe abgestoßen zu sein, verfolgt er sie mit seinen kalten Blicken. Naja, immerhin ein Stalker, doch dann offenbart er Wendy etwas, das sie kaum glauben kann - oder glauben will.

Sie, ausgerechnet sie sei ein Wechselbalg! Prinzessin der Tryll, wie sich die Trolle mittlerweile nennen, seit sie ihren vermögenden Eltern untergeschoben worden war. Und nun sei es Zeit, in den Schoß ihrer wahren Familie zurückzukehren. Dass dort eine eiskalte Mutter, jede Menge Intrigen und ein feindlicher Tryll-Stamm auf sie warten, ahnt sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Zunächst aber gilt es, ihren Einführungsball zu überstehen. Doch dann kommt alles anders. Dramatisch anders.

Gekonnt abgekupfert ist auch was wert

Amanda Hocking hat mit ihrer zunächst nur online veröffentlichten, später zu weltweiten Bestsellern gewordenen Reihe um die Vampire aus "Unter dem Vampirmond", auf sich aufmerksam gemacht.

Nun legt sie also eine neue Urban Fantasy vor. Geschickt stützt sie sich dabei auf eine Ich-Erzählerin, die eine ideale Identifikationsfigur darstellt. Altersentsprechend – die Bücher von Hocking wenden sich in erster Linie an eine Leserschaft zwischen 15 und 20 Jahren – berichtet sie uns einmal mehr von einem Mädchen an der Grenze zur jungen Frau, die ihre Probleme im Alltagsleben hat.
Ausgegrenzt und anders als die angesagten Mitschülerinnen hat das Schicksal ihr so einiges auf ihre hübschen Schultern geladen. Geschlagen mit einer Mutter, die versucht hat, sie zu ermorden, die sie vehement ablehnt, sucht sie ihren Platz in der Welt.

Hier wird geschickt das Anderssein, die Ausgrenzung in der Schule und die Eltern-Kind-Problematik thematisiert.

Dabei passiert zunächst erstaunlich wenig. Zusammen mit Wendy kommen wir ihrer Herkunft auf die Spur, lernen ihre Adoptiv- und später ihre Tryll-Familie kennen und werden in die Welt der Trylls eingeführt. Gerade was das Heimkommen anbelangt, räubert die Autorin doch sehr in eigenen Gefilden. Will sagen: Sie kopiert ihr Erfolgsrezept.
Es gibt die bekannten unnahbaren Herren, den Tracker Finn Holmes und den netten Vertausch-Bruder Rhys, Bedrohungen von außen in Form eines rivalisierenden Clans und hochherrschaftliche Anwesen mit begehbaren Schränken voller Designerroben und einem Ball. Das greift das Motiv des Aschenputtels auf, zumal mit den geheimnisvollen Gaben der Trylls für einen gehörigen Hauch Mystik gesorgt ist.

Dennoch vermochte mich vorliegender Roman nicht im selben Maße in seinen Bann zu ziehen, wie die "Unter dem Vampirmond"-Titel.

FAZIT

Hocking lässt sich Zeit, ihre Gestalten und deren Umgebung einzuführen. Es mangelt ebenfalls ein wenig an charismatischen Figuren. Erst im letzten Teil, bereits dem Finale zugeneigt, kommt endlich und ein wenig spät Tempo auf, steigt die Spannung und Dramatik. Das ist zwar alles ganz nett, braucht aber eine zu lange Anlaufzeit, bis den Leser die Handlung wirklich packt.

Verborgen - Die Tochter der Tryll (1)

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