Vollpfosten hoch 2

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • Sauerländer, 2012, Originalausgabe

Couch-Wertung:

6
Praktikabilität

Leser-Wertung

-
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Yvonne Schulze
Wenn aus ehemaligen Freunden plötzlich Feinde werden

Buch-Rezension von Yvonne Schulze Jun 2012

Das meint Jugendbuch-Couch.de: "Wenn aus ehemaligen Freunden plötzlich Feinde werden"

Einst waren Jan und Julian gute Kumpels, doch das ist mittlerweile vorbei. Vielleicht wären sie heute noch gute Kumpels, hätte es Anna nicht gegeben. Anna, die eigentlich auch ein guter Kumpel sein könnte, wäre sie nicht ein Mädchen. Schon im Kindergarten hat sie es geschafft, die beiden immer wieder gegeneinander auszuspielen und in so manche brenzliche Situationen zu bringen. Aber dann war Anna irgendwann nicht mehr da, da sie in ein Internat gesteckt wurde.
Jetzt ist sie plötzlich zurück - und das Theater beginnt von vorn.

Denn sowohl Julian als auch Jan verlieben sich in Anna. Doch Anna liebt Jan, den Coolen mit den Rastas, der sich gern mit Vin Diesel vergleicht. Dabei würde der sportliche Julian eigentlich viel besser in das Schwiegersohnkonzept von Annas Eltern passen. Und Julian? Der möchte wieder gern ein  bisschen mehr wie Jan sein, um Anna so besser zu gefallen. Und als Anna dann auch noch versucht, aus Jan einen Julian zu machen, damit er vorzeigbarer für ihre Eltern wird, ist das Durcheinander perfekt.

Ein Titel, der nicht besser zur Geschichte passen könnte

Als "Vollpfosten" bezeichnet man einen – vorwiegend männlichen – Menschen, der den Volltrottel gibt und ständig irgendwelche idiotischen Sachen macht. Und genau das tun Julian und Jan, unsere beiden Helden in dieser Geschichte. Sie setzen wegen eines Mädchens nicht nur ihre Freundschaft aufs Spiel, sondern versuchen alles, um sich im Kampf um Annas Aufmerksamkeit gegenseitig zu übertrumpfen. Da wird dann auch schon mal kurzerhand der kleine Bruder für Spionagezwecke eingespannt. Die Methoden, die Jan und Julian anwenden, um den jeweils anderen in Annas Augen schlecht dastehen zu lassen, sind oft nicht nur ziemlich daneben, sondern manchmal auch hart an der Grenze zur Körperverletzung. 

Was einem bei diesem Buch gleich auffällt, ist der Sprachstil. Die Autoren verwenden überwiegend den sehr flapsigen Jargon der Generation Facebook samt einschlägigem, leider auch ziemlich eingeschränktem Wortschatz. Dieser Sprachstil, der anfangs sehr witzig und sicher auch zur Geschichte passend ist, nutzt sich leider irgendwann ab und wird langweilig. Julian und Jan erzählen als Ich-Erzähler die Geschichte jeweils abwechselnd aus ihrer Perspektive. Damit man als Leser weiß, wer gerade der Erzählende ist, hat jeder der beiden sein eigenes Schriftbild. Schön wäre es aber gewesen, wenn die Autoren für jeden der beiden Jungen auch einen eigenen Sprachstil verwendet hätten, um so auch die Unterschiede im Charakter der Jungen deutlich zu machen. Da beide hier aber mehr oder weniger den gleichen Jargon benutzen, merkt man eigentlich kaum, dass Jan der coole Draufgänger und Julian der brave Schwiegermuttertyp sein soll.

Das Buch lässt sich mit seinen nur 170 Seiten und der doch recht großen Schrift relativ flott und ohne große Anstrengung lesen. Die Geschichte ist teilweise sogar recht spannend, hat auf der anderen Seite aber auch die eine oder andere Länge. Und durch den eingeschränkten Wortschatz gibt es leider auch so manche Wiederholungen.  

Und die Moral von der Geschichte?

Wer die Geschichte aufmerksam liest, kann vielleicht auch den Ansatz einer Idee dahinter erkennen. Was ist Freundschaft wert? Und darf man sie wegen eines anderen Menschen aufs Spiel setzen? Bringt es etwas, sein eigenes Ich zu verleugnen und sich selbst zu verbiegen, nur um jemand anderem zu gefallen? Das sind interessante Themen, die hier allerdings nur oberflächlich behandelt werden und aus denen man viel mehr hätte machen können als es hier der Fall ist. So bleibt es letztendlich eine zwar ganz witzige, jedoch unterm Strich auch ziemlich belanglose Geschichte, deren Gratwanderung zwischen "witzig" und "albern" sie leider zu oft in Richtung "albern" rutschen lässt.

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