Die unheimlichen Fälle des Lucius Adler - Angriff der Automatenmenschen von Bernd Perplies & Christian Humberg

Buchvorstellung und Rezension

deutsche Ausgabe erstmals 2017 bei Thienemann , 287 Seiten. ISBN nicht vorhanden.

ab 14 Jahren

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Jugendbuch-Rezension von Carsten Kuhr: Die zweite Generation zeigt, was sie drauf hat

Eigentlich wollten Lucius Adler, Sherlock Holmes und Dr. Watson nur gemütlich einen Theaterabend miteinander verbringen, da wird der Meisterdetektiv zum Tatort eines Verbrechens gerufen. Bei Lord Archibald wurde eingebrochen, seine kostbare Waffensammlung, sein ganzer Stolz, von Vandalen zerstört. Noch in der Pause des Theaterstücks eilen die Detektive an den Ort des Geschehens. Natürlich deduktiert Sherlock sogleich den Täter – der Gärtner war’s. Am nächsten Morgen verhaftet Scotland Yard den alten Mann und inhaftiert ihn.

Allerdings wissen unsere Agenten der Krone, das sind neben Lucius Harold, der Sohn des Erfinders und Automatenbauers, Sebastian der Sohn des Entdeckers Quatermain und Theo, die lange in Indien gelebt hat und einen Sinn für das Übernatürliche entwickelt hat, dass der Verdächtige unschuldig ist. Auch wenn der geniale Holmes das Gegenteil behauptet, sie wissen es besser.

So machen sie sich auf, die Unschuld des Gärtners zu beweisen – und stoßen nur zu bald auf Automatenmenschen, deren Programmierung offensichtlich manipuliert wurde. Wer aber steckt hinter den Vorgängen und was will der Unbekannte erreichen?

Verfolgt von einem rasenden Reporter macht sich unser Quartett einmal mehr daran, Licht ins Dunkel zu bringen..

Ein wenig vorhersehbar, aber gleichzeitig spannend und mitreißend

Einmal mehr entführen die beiden versierten Jugendbuchautoren ihre Leser in ein etwas anderes London, als wir es kennen. Zwar ist uns die Viktorianische Ära per se nicht wirklich bekannt, doch Maschinenmänner, die für einfache Aufgaben eingesetzt werden, Luftschiffe, die durch den Himmel fahren und aberwitzige Erfindungen – das ist selbst für geschichtskundige Leser eine Überraschung.

In diese ein wenig an klassische Holmes-Kriminalfälle und Steampunk-Romane angelehnte Umgebung haben die beiden Autoren wiederum eine sehr spannende Handlung angesiedelt.

Dabei bauen sie, wie schon in den ersten beiden Bänden, auf die literarischen Vorlagen – Holmes und Doktor Watson sind wohl jedem Leser ein Begriff. Alan Quatermain, seines Zeichens Haggard´scher Großwildjäger und Abenteurer im Afrikanischen Busch, dürfte jedoch gerade bei jüngeren Rezipienten eher unbekannt sein.

Allerdings nutzen die Autoren nicht die bekannten Figuren, sondern deren Kinder als Protagonisten.

Über und mit diesen macht sich der Leser auf ins spannend aufgezogene Abenteuer.

Dass der erfahrene Leser so manche Überraschung und Aufdeckung vorwegahnen kann, sei erwähnt, ist aber nicht weiter schlimm. Gerne verfolgt man mit, wie unsere jungen Detektive versuchen, die Rätsel um die Vorkommnisse zu lösen, falsche Verdächtigte zu entlasten und die wahrhaft Schuldigen zu finden.

Die Mischung unserer Spürnasen bietet für jeden Lesertyp eine passende Identifikationsfigur an. Sei es der ruhige Tüftler, der Draufgänger, die emanzipierte Exotin oder unseren etwas gehemmten Erzähler: Sie alle ergänzen sich mit ihren verschiedenen Begabungen und zeigen, dass die Summe immer weit mehr als ihre Einzelteile darstellt.

Zusammenarbeit, Vertrauen und Verlässlichkeit – drei Voraussetzungen um Erfolg zu haben – so wird es den Lesern und Leserinnen vermittelt.

Fazit

Auch im dritten Abenteuer kommt die Spannung um die Auflösung des Rätsels nicht zu kurz, unterhält der Roman altersgerecht ohne große Gewaltschilderungen und zeigt uns eine Welt, die den Leser schnell für sich vereinnahmt.

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