Arabella und ein halbes Dutzend

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • Frieling , 2011, Originalausgabe

Couch-Wertung:

5

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Corinna Abbassi-Götte
rotziges Gör und nervige Mutter

Buch-Rezension von Corinna Abbassi-Götte Sep 2011

Das meint Jugendbuch-Couch.de: "rotziges Gör und nervige Mutter"

Die 15-jährige und schwer pubertierende Arabella lebt mir ihrer Mutter und ihrer Ratte in Thüringen. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt, doch ausgerechnet von ihm erbt sie ein riesiges Anwesen irgendwo im Mittelgebirge, auf dem interessierte Besucher Schlittenhund-Touren buchen können. Sechs ausgewachsene Schlittenhunde leben laut Testament dort.
Gemeinsam mit ihrer Mutter stattet Arabella ihrem Erbe einen Besuch ab und stellt zu ihrer Überraschung fest, dass sich der gleichaltrige Frederik und sein Vater Lukas seit dem Unfalltod ihres Vaters und seiner Frau um die Huskys und das Anwesen kümmern. Und es sind nicht nur sechs Huskys, die dort leben. Die Hündin Taiga hat bereits Nachwuchs bekommen: noch einmal ein halbes Dutzend.

Grundsätzlich bietet die Story viel Potenzial für eine interessante, vielschichtige Geschichte – das leider in keiner Weise genutzt wurde, und dies liegt hauptsächlich an den Personen.
Arabella mag aufgrund ihrer provokanten Ader vielleicht ein typischer Teenager sein, doch durch ihre penetrante Vermeidung jedweder Blöße, indem sie zu allem einen dummen und meist peinlichen, respektlosen Spruch macht, wird sie von Seite zu Seite nerviger. Hin und wieder blitzen hinter ihrer Fassade durchaus ein paar tiefgründige Gedanken und Gefühle hervor, doch so recht schafft es die Autorin nicht, Arabella vielschichtig und vor allem sympathisch erscheinen zu lassen.
Leider trifft ähnliches auch auf ihre Mutter Felicitas zu, die permanent überspannt wirkt und ständig meckert. Gegenüber Arabella scheint sie als Mutter gnadenlos unterzugehen.
Die ständig provozierende Arabella und die übervorsichtige Felicitas sind auf Dauer anstrengend, und sämtliche anderen Facetten, die manchmal zutage treten, gehen in diesem Eindruck unter.
Dass die meisten Dialoge gestelzt und realitätsfremd wirken, kommt erschwerend hinzu.

Einige Verhaltensweisen der beiden erscheinen zudem recht fragwürdig. Ein wenig verwundert es beispielsweise, dass die beiden Damen nicht nach der Vergangenheit des Anwesens und ihren ehemaligen Besitzern fragen, und auch die Herren scheinen sich keine Gedanken darüber zu machen, was nun damit und vor allem mit den Huskys geschehen wird.
Dass Arabella einen Spruch nach dem anderen reißt, als Frederik sich verletzt, und ihre Unwissenheit über sein Wohlergehen stellt, ruft Irritation hervor. Felicitas übertriebene Angst vor den Huskys und dass sie eines Nachts mit schreckgeweiteten Augen auf Arabellas Bett sitzt, wirft auf unangenehme Weise die Frage auf, wer hier eigentlich die erwachsene Person ist. Und die ständige Erwähnung ihrer Ratte nervt irgendwann auch, vor allem, da sie nicht mehr als ein überflüssiges Requisit ist, das unterstreichen soll, wie provokant Arabella ist.

Die wunderschöne Kulisse und die wirklich interessanten Huskys schaffen es leider nicht, die Mängel in den Charakteren auszugleichen. Leider wirkt auch Regina Dellits Schreibstil ein wenig holprig und beinhaltet zu viele Phrasen, die meist aufgesetzt und unecht klingen. Vor allem die Dialoge wirken alles andere als authentisch.

FAZIT

Trotz ansprechender Kulisse und interessanter Rahmenbedingungen schafft es Regina Dellit nicht, den Leser mitzureißen oder zu berühren. Ihre Figuren bleiben oberflächlich bis nervig, ihre Handlungsweise erscheint unecht, und der Fortgang der Geschichte wirkt oftmals unlogisch.

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