Eve of Man (I): Die letzte Frau

Erschienen: August 2019

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen unter dem Titel Eve of Man; aus dem Englischen von Friedrich Pflüger; Hardcover, 448 Seiten

ISBN: 9783423640558

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Thomas Breuer
Sag mir, wo die Frauen sind!

Buch-Rezension von Thomas Breuer Sep 2019

Rapunzel der Zukunft

Fünfzig Jahre ist es her, als das letzte weibliche menschliche Wesen auf diese Erde kam. Daher ist es ein Segen für die Menschheit, als Eve geboren wird. Dieser Schatz muss selbstverständlich gut bewacht werden. Die Organisation AFM – Abteilung für Fortbestand der Menschheit – lässt in Central, dem ehemaligen London, einen modernen Turm bauen. Dort verbringt Eve wohlbehütet ihre ersten sechzehn Jahre.

Herzblatt mit Hologramm

Was tut Man(n), wenn es keinen Frauennachschub mehr gibt und die jetzigen zu alt für Nachwuchs sind? Er sucht sich Ersatz in der Cyberwelt. Dank Brams Vater Dr. Wells gibt es Holly. Sie ist ein feminines Hologramm, welches von einem Piloten gesteuert wird. Neben den Müttern – ältere Frauen, die sich um Eves Erziehung kümmern – ist Holly die einzige gleichaltrige Bezugsperson. Bram ist einer der Piloten, daher ist er schon lange mit Eve befreundet, obwohl sie seine wahre Identität nicht kennt.

Unter anderem unterstützt Holly/Bram die heranwachsende „Retterin der Welt“ bei der Auswahl des geeigneten männlichen Fortpflanzungskandidaten. Nur mit dem besten Genmaterial soll die Welt vor dem Aussterben bewahrt werden. Leider geht bei einem dieser arrangierten „Dates“ etwas schief und Eve begegnet Bram in seiner realen Gestalt. Somit rückt der Pilot in Eves Mittelpunkt, während alle anderen potenziellen Partner uninteressant werden.

Willkommen im Widerstand!

Die neue Gefühlsebene zwischen Eve und Bram passt der Führung von AFM – an deren Spitze Vivian Silva und Brams Vater stehen – überhaupt nicht. Nach einigen Konflikten, unter anderem mit seinem Vater, muss Bram den Turm verlassen. Kurzum schließt er sich der Widerstandsgruppe von „Libertisten“ an, deren Ziel es ist, Eve aus den Klauen der AFM zu befreien.

Auch für Eve beginnt die schöne, heile Welt zu bröckeln. Trotz ihres Privilegs als Weltenretterin fühlt sie sich immer mehr als Vogel in einem goldenen Käfig. Langsam beginnt sie, ihr bisheriges Leben zu hinterfragen. Ebenfalls verliert Eve den Glauben, dass die Abteilung nur gute Absichten mit ihr verfolgt.

Konfliktreicher Roman, dem es an Feinheit fehlt

Böse Zungen sagen, Man(n) kann nicht mit Frauen leben. Das Autorenpaar Giovanna und Tom Fletcher greifen als Thema auf, dass es auch nicht ohne geht. Die anfängliche Grundidee mag viele Leser ansprechen, sie verführt sogar, sich für diesen Roman zu interessieren. Leider sind einige Szenen etwas zu futuristisch angelegt, sodass sie während des Lesens keinen Sinn ergeben. Auch einige Erklärungen kommen gefühlt etwas verspätet, somit fügen sie sich nicht mehr gut ins Gesamtbild, welches der Leser von dieser Zukunft entwickelt.

Auffallend in diesem Buch ist ebenso der Generationenkonflikt: Während Eve mit Vivian um ihre Freiheit streitet, geraten Bram und sein Vater sich ständig in die Haare. Ob dies nur das jugendliche Aufmucken gegen die Eltern ist oder doch der Revolutionsakt eines Freidenkers, geht aus diesem ersten Teil der geplanten Trilogie nicht klar hervor.

Fazit

Die erdachte Zukunftsversion der Autoren klingt durchwegs interessant, aber es fehlt in der Handlung die Harmonie. Einig Leser können daher das Gefühl bekommen, dass etwas nicht zusammenpasst. Wer die Geschichte nicht nuanciert betrachtet, sowie lieber die Gefühlsebene der Handlung verfolgt, den wird dieses Buch dennoch unterhalten.

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