Land of Stories: Das magische Land 1 – Die Suche nach dem Wunschzauber

Erschienen: März 2019

Bibliographische Angaben

aus dem Englischen von Fabienne Pfeiffer; Hardcover, 480 Seiten

ISBN: 9783737356329

Couch-Wertung:

8

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Petra Meyeroltmanns
Wiedersehen mit bekannten Märchenfiguren

Buch-Rezension von Petra Meyeroltmanns Apr 2019

Vor einem Jahr verloren die Zwillinge Alex und Conner ihren Vater bei einem Autounfall, seitdem hat sich ihr ganzes Leben geändert. Ihr Zuhause wurde verkauft, trotzdem ist das Geld knapp. Die Mutter muss viel arbeiten und hat wenig Zeit für ihre Kinder. Die beiden trauern, und so ist der Start in den Roman ein wenig bedrückend. Alles ändert sich, als die beiden zum 12. Geburtstag ein altes Märchenbuch von ihrer Großmutter geschenkt bekommen, das die beiden ins magische Land, das Land of Stories, befördert, in dem Märchen wahr sind.

Die einzige Chance, zurückzukommen, scheint ein Wunschzauber zu sein. Um diesen wirken zu können, werden eine ganze Reihe Zutaten benötigt, die – natürlich – alles andere als leicht zu beschaffen sind. Den Zwillingen bleibt gar nichts anderes übrig, als durch alle Reiche des magischen Landes zu reisen. Dass die beiden dabei mehr als einmal in Gefahr geraten werden, kann man sich denken. Eine schön gestaltete Karte ermöglicht es übrigens auch dem Leser, „mitzureisen“.

Zwei junge Protagonisten, die sich gut als Identifikationsfigur für viele Leser eignen

Die beiden Protagonisten können als Identifikationsfiguren für viele Leser dienen. Sie haben verschiedene Geschlechter und sehr unterschiedliche Charaktere. Letztere scheinen mir zwar öfter etwas widersprüchlich, aber immerhin sind die Zwillinge in einem Alter, in dem der Charakter noch nicht gefestigt ist. Ich bin gespannt, wie sie sich in den Folgebänden (im Original gibt es bereits sechs Bände) entwickeln werden.

Alex ist sehr belesen und wissensdurstig, in der Schule hat sie immer gute Noten, aber keine Freunde. Conner dagegen hat in der Schule Probleme, auch, weil er sich häufig langweilt und dann einfach einschläft. Im Gegensatz zu seiner Schwester hat er aber viele Freunde, und auch im magischen Land findet er schnell Kontakt. Hier ist er auch eher der Besonnene, während Alex sich (und damit auch ihren Bruder) oft unüberlegt in Gefahr bringt. Zusammen sind sie ein gutes Gespann und ergänzen sich.

Wiedersehen mit bekannten Märchenfiguren, die eine Weiterentwicklung erfahren haben

Die Weiterentwicklung bekannter Märchenfiguren ist Chris Colfer gelungen. Hier hat er mit Fantasie und Witz Typen geschaffen, die in Erinnerung bleiben werden. Besonders seien Rotkäppchen, Goldlöckchen und der große böse Wolf erwähnt; andere Figuren, wie etwa die böse Königin oder die kleine Meerjungfrau haben eine gewisse Neuinterpretation erhalten, die ebenfalls geglückt ist.

„Eines Tages wirst du alt genug sein, um wieder Märchen zu lesen“ (C. S. Lewis)

Zunächst hat man eher den Eindruck, ein Kinder- statt ein Jugendbuch zu lesen, auch – aber nicht nur – wegen des Alters der Protagonisten. Erst im Laufe der Geschichte, wird klar, dass es sich um ein Buch für etwas ältere Leser handelt. Jugendliche (und Erwachsene) werden z. B. den feinen Humor eher erkennen und zu schätzen wissen. Auch die verschiedenen Liebesgeschichten, die den Roman bereichern, sprechen dafür. Wer ungern Liebesgeschichten liest, sollte sich jetzt aber nicht abgeschreckt fühlen; diese gehören hier einfach dazu. Schließlich findet man sie auch oft in Märchen, und hier wirken sie nie aufgesetzt; im Gegenteil, sie geben dem Roman eine zusätzliche Würze. Auch stehen sie nicht im Vordergrund, sondern sind in die Geschichte eingeflochten.

Chris Colfer, vielen sicher als Kurt Hummel aus Glee bekannt, orientiert sich weniger an den europäischen z. B. Grimmschen Märchen, sondern an der us-amerikanischen, von Disney geprägten Version. Die Beschreibungen der Charaktere, die Umstände ihrer Geschichte, das alles stammt aus den Filmen. Wer die ursprüngliche Fassung der Märchen kennt, wird das ein wenig schade finden, aber die Zielgruppe wird es wenig stören – die ist mit den Disney-Filmen aufgewachsen.

Eine Geschichte für jedes Alter, auch zum gemeinsam Lesen

Der Autor erzählt fantasievoll und sehr bildreich. Es dauert zwar ein bisschen, bis es spannend wird, dann aber bleibt die Spannung gleichbleibend hoch und endet mit einer Überraschung. Ältere Leser werden vielleicht während des Lesens Vermutungen entwickeln, aber wahrscheinlich nur einen Teil des Endes erahnen können – und sich freuen, richtig vermutet zu haben. Jüngere Leser werden begeistert sein.

Die vielen kurzen Kapitel eignen sich auch für junge Leser mit weniger Leseerfahrung – oder zum Vorlesen, das ich besonders empfehlen kann, auch weil die Geschichte alle Generationen anspricht und der ganzen Familie gefallen kann.

Fazit:

Chris Colfer ist ein spannender und turbulenter Roman gelungen, der Märchenfans jeden Alters Freude bereiten, und bei jenen, die die Märchen ihrer Kindheit bereits vergessen haben, viele Erinnerungen wachrufen wird. Nach etwas langatmigem Start entwickelt sich ein Abenteuer, das nicht nur die Protagonisten außer Atem kommen lässt. Man kann gespannt sein auf die weiteren Abenteuer und die Entwicklung der Protagonisten in den Folgebänden.

Land of Stories: Das magische Land 1 – Die Suche nach dem Wunschzauber

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