The Belles 1: Schönheit regiert

Erschienen: Februar 2019

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen unter dem Titel The Belles; aus dem Englischen von Vanessa Lamatsch; Hardcover, 512 Seiten

ISBN: 9783522505833

Couch-Wertung:

8

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Julian Hübecker
Ausdrucksstark, detailverliebt und mit ganz viel Schnickschnack

Buch-Rezension von Julian Hübecker Apr 2019

„Ich bin eine Belle. Ich bin Herrin über die Schönheit.“

Camelia ist eine Belle – jene von der Göttin der Schönheit mit der Gabe Gesegneten, anderen ihre Hässlichkeit zu nehmen. Doch viele können sich nicht damit abfinden und sind geradezu besessen von ihrem Äußeren. Wie gefährlich dies werden kann, soll Camelia schon bald erfahren, denn jemand hat es besonders auf sie und ihre Fähigkeit abgesehen.

Der faszinierende Schein der Schönheit

Die Welt von Orléans ist eine tragische, da die Menschen dazu verdammt sind, hässlich zu sein. Der Legende nach verliebte sich der Gott des Himmels in die Göttin der Schönheit. Doch wurde er eifersüchtig ob der bedingungslosen Liebe von Schönheit zu ihren Kindern, den Menschen. Daraufhin versuchte Himmel, die Menschen zu töten – und weiter: „Als Schönheit die Menschen vor Schaden bewahrte, verfluchte Himmel die Menschen zu Haut von der Farbe eines sonnenlosen Himmels, Augen in der Farbe von Blut, Haaren wie verrottendem Stroh und einer allumfassenden Traurigkeit, die leicht in Wahnsinn umschlug.“

Von da an strebt jeder Mensch danach, schön zu sein. Das oberflächliche Äußere zählt mehr als innere Werte, den perfekten Look gilt es, stets aufs neuste zu kreieren. Doch dazu sind nur die Belles in der Lage: jene Frauen wurden von Schönheit mit der Gabe gesegnet, das Aussehen eines Menschen zu verändern. Dafür nutzen sie ihr Arcana, um die Hautfarbe zu wechseln, Haare zu verlängern, Brüste zu vergrößern und Falten zu straffen.

Camelia ist eine von ihnen. Sie und ihre fünf Schwestern bereiten sich auf den Beauté-Carnaval vor. Hier müssen sie ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Danach bestimmt die Königin, welche der Belles an den Hof darf, während die anderen in den Teehäusern ihr Werk verrichten müssen. Auf diese Entscheidung haben sie jahrelang hingearbeitet. Vor allem Camelia steht unter großem Druck, da schon ihre Mutter eine Belle bei Hofe war. Doch ist die Arbeit im Königshaus wirklich so traumhaft, wie sie es sich vorstellt? Unheimliche Gerüchte gehen um, von der ältesten Prinzessin, die jahrelang nicht mehr gesehen wurde, und von der anderen Prinzessin, Sophia, die von Schönheit besessen zu sein scheint.

Was ist wahr an dem Gerede? Zum ersten Mal wird Camelia lernen, dass Schönheit mehr Fluch als Segen ist.

Dhonielle Clayton kennt keine Zurückhaltung in ihrer Bildsprache

Der Titel The Belles – Schönheit regiert ist Programm: Es glitzert und funkelt, leuchtet und glänzt; Parfums versprühen ihre Düfte und Wohlgerüche; Blumen und Blüten verschiedenster Sorten erblühen in vollster Pracht; Honig, Plätzchen, Schokolade und Kuchen versüßen den Alltag. Dhonielle Clayton verwöhnt geradezu die Sinne des Lesers mit so vielen Adjektiven, dass schon fast von einer Reizüberflutung zu sprechen ist. Es ist gewöhnungsbedürftig, macht aber Sinn bei einem Thema, wo es um Überfluss geht.

Dennoch ist der Einstieg schwer. Das liegt nicht nur am Schreibstil, sondern daran, dass die Geschichte nicht so recht in Fahrt kommen will. Es kreist sich eher viel um Camelias Gedanken und den schon zwanghaften Wunsch, die Belle Nummer 1 zu sein. Das lässt sie sehr unsympathisch wirken. Erst nach und nach kann man sie verstehen, wenn man bedenkt, dass die Belles geradezu darauf getrimmt werden, perfekt zu sein.

Nach gut hundertfünfzig Seiten ist man dann voll drin, kristallisieren sich Wahnsinn und Absurdität hinter dem System immer mehr heraus. Clayton hat diesen kranken Schein präzise herausgearbeitet und vielleicht sogar unserer eigenen Gesellschaft einen Spiegel vorgehalten, dass nicht alles Gold ist, was glänzt.

Fazit:

Um es mit Claytons Worten zu versuchen: Aus ihren schwungvoll geformten Sätzen erblühen mit jedem Wort roséfarbene Magnolien und verströmen ihren Duft im lauen Sommerwind. Okay – der Autorin liegt das dann doch mehr. Denn sie zieht den Leser mit in eine fantastische Welt, die sowohl verzaubert als auch abstoßend erscheint.

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