Elfenkrone - Bd. 1

Erschienen: November 2018

Bibliographische Angaben

Aus dem Amerikanischen von Anne Brauner
Originaltitel: Folk of the Air #1 - The Cruel Prince
Originalverlag: Little Brown, US
Hardcover mit Schutzumschlag, 448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

Couch-Wertung:

7

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Petra Meyeroltmanns
Kommt lange nicht in Fahrt, dann aber ordentlich

Buch-Rezension von Petra Meyeroltmanns Feb 2019

Jude und ihre Zwillingsschwester Taryn haben kein einfaches Leben, seit sie vor zehn Jahren ins Elfenreich entführt wurden. Zwar hat ihr Entführer, Madoc, sie in seine Familie aufgenommen, als Menschen werden jedoch sie nicht als gleichwertig anerkannt. Jede der beiden versucht auf ihre Art damit umzugehen. Im Gegensatz zu Taryn, die auf Anpassung setzt, ist Jude ein zu wilder, eigensinniger Charakter, als dass sie sich unterkriegen ließe, und hat es deshalb auch besonders schwer. Vor allem der Elfenprinz Cardan und seine Freunde setzen ihr zu, mobben sie, und setzen sogar Judes Leben aufs Spiel. Doch sie selbst hat einen Vorteil: Sie ist zwar im Gegensatz zu Elfen sterblich, kann dafür aber lügen.

Madoc hat Jude in die Waffenkunst eingeführt, und ihr größter Wunsch ist es, am Elfenhof als Ritterin eingesetzt zu werden. Die geplante Abdankung des amtierenden Elfenkönigs könnte ihr diese Möglichkeit eröffnen, denn Prinz Dain, der wahrscheinlichste Thronfolger, nimmt sie in seine Spionagegruppe auf. Doch dann kommt alles ganz anders – und Judes Leben wird auf den Kopf gestellt.

Blasse Welt und zu wenig Hintergrundinformationen

Es dauert eine ganze Weile, bis die Geschichte in Fahrt kommt, zunächst plätschert sie vor sich hin, und lässt keine rechte Lesefreude aufkommen. Dann endlich wird es spannend und man mag den Roman nicht mehr aus der Hand legen. Leider ist zu diesem Zeitpunkt bereits über die Hälfte gelesen.

Der Autorin gelingt es zudem nicht, eine Welt zu kreieren, die dem Leser nahe kommt und die er sich gut vorstellen kann. Zwar gibt es eine Karte, doch alles bleibt ziemlich abstrakt, das Kopfkino will nicht so recht in Gang kommen. Es fehlt an mehr Hintergrundinformationen und so bleibt die Welt blass und leblos. Dazu kommt, dass Holly Black zwar eine ganze Reihe (Elfen)Wesen auftauchen lässt, diese aber nicht näher erläutert, so dass auch hier eine Lücke entsteht, die sich nicht füllt. Zumindest ein Glossar im Anhang wäre wünschenswert gewesen, das über die einzelnen Wesen aufgeklärt hätte. Wer weiß schon auf Anhieb, was z. B. ein Boggan ist?

Menschen und Elfen – eine problematische Beziehung

Jude, aus deren Perspektive der gesamte Roman in Ich-Form und im Präsens geschrieben ist, ist eine eigenwillige Persönlichkeit, aber ihr Charakter ist durchaus nachvollziehbar. Ihre Entführung in jungen Jahren hat sie geprägt, aber auch, dass sie in Madocs Familie aufgenommen wurde, und dieser sie wie eine Tochter behandelt. Im Elfenreich fühlt sie sich nicht unwohl, und sieht hier mittlerweile sowohl ihre Heimat als auch Zukunft. Damit diese so gut wie möglich gelingt, setzt sie sich dafür ein: kämpferisch, eigensinnig und mit allen Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen. Zu Anfang des Romans kommt Jude oft kindisch und unreif, manchmal auch nervig daher, macht aber im Laufe der Handlung eine gewisse Entwicklung durch.

Die Elfen sind schön, rücksichtslos und intrigant, letzteres regelrecht notwendig, um die fehlende Fähigkeit zu lügen zu kompensieren. Bei ihnen scheint jeder gegen jeden zu arbeiten, jeder handelt nach seinen Vorteilen. Prinz Cardan ist einer von ihnen, und alles andere als sympathisch, aber nicht nur er wird für Überraschungen sorgen.

Nichts für zarte Gemüter

Die Roman ist düster und stellenweise sehr brutal und blutig, Menschen werden manipuliert und ausgenutzt, aber auch untereinander kennt man im Elfenreich keine Gnade. Romantische Szenen gibt es kaum, und die vorhandenen sind mit Vorsicht zu genießen. Wer einen Romantasy-Roman sucht, wird hier nicht fündig. Dennoch passt die Altersempfehlung „ab 14 Jahre“ gut, Erwachsene werden sich eher weniger von der Geschichte angesprochen fühlen, alles ist doch sehr auf jugendliche Leser zugeschnitten.

Fazit:

Holly Blacks Roman stellt den Leser sehr auf die Probe, er kommt erst spät in Gang, lässt vieles im Unklaren, liefert relativ wenige Hintergrundinformationen. Die Protagonisten sind schwierig, dadurch aber auch nicht uninteressant, man muss sich auf sie einlassen können. Gegen Ende wird der Roman sehr spannend, so dass man ihn letztlich doch zufrieden zuklappen kann. Die Geschichte ist hier aber noch nicht zu Ende, Elfenkrone ist der erste Band einer neuen Reihe.

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