Die Chroniken der Nebelkriege (4): Der silberne Traum von Thomas Finn

Buchvorstellung und Rezension

Originalausgabe erschienen 2013 bei Ravensburger , 448 Seiten. ISBN nicht vorhanden.

ab 12 Jahren

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In Kürze:

Die böse Nebelkönigin Morgoya trachtet nach der Weltherrschaft und ausgerechnet eine Elfe stellt sich ihr in den Weg: Fi. Sie will ihr Volk befreien und hat einen mächtigen Verbündeten: Nikk, den König des Meervolks!

Jugendbuch-Rezension von Carsten Kuhr: »Ein Wiedersehen mit liebgewonnenen Figuren.«

Eigentlich schien die Geschichte um die Nebelkriege ja bereits erzählt. Nun, mit einigen Jahren Abstand, legt der Autor die Vorgeschichte zu Das unendliche Licht vor. Ein Prequel, so nennt man die Bücher im anglo-amerikanischen Sprachraum, in denen die Autoren noch einmal in ihre Welt eintauchen und uns vorn der Jugend ihrer Gestalten berichten. Vorliegend geht es jedoch nicht um die Jugend der lieb gewonnen Gestalten, sondern der Autor erzählt uns tatsächlich die direkte Vorgeschichte zu seiner Trilogie. So gibt es ein höchst willkommenes Wiedersehen mit dem Klabauterer Kogg und seinem Schiff, der Windjammer, der Möwe Kriwa oder dem Däumlingsmagier Eulertin.

Unmittelbar vor den in der Trilogie beschriebenen Ereignissen wird das Reich der Elfen von der Nebelkönigin Morgoya erobert, seine Bewohner versklavt. Die Elfe Fi wacht, ohne Erinnerungen an ihr bisheriges Leben oder ihre Mission, an Bord der Windjammer mitten im Nordmeer auf. Die Besatzung, allen voran Kapitän Kogg, fielen dem Gesang einer Sirene zum Opfer. Gemeinsam mit einem ebenfalls von der Sirene gefangen genommenen Meermannes macht sie sich an die Befreiung der Besatzung – nicht ahnend, dass das erst der Beginn ihrer Abenteuer im Kampf um die Befreiung ihres Volkes bedeutet …

Nun ist dies mit Prequels, um neudeutsch bei dem Anglizismus zu bleiben, immer eine schwierige Angelegenheit. Eigentlich weiß der Leser ja bereits, wie die Geschehnisse sich fortentwickeln, wie sie in einem zukünftigen Finale enden wird. So ist immer ein Großteil der Spannung passée. Viele Autoren gehen daher weit in ihrer fiktiven Geschichte zurück, um auf diese Art und Weise ihren Lesern einen neuen Plot bieten zu können.

Thomas Finn hat ganz bewusst einen anderen, schwierigeren Weg gewählt. Zwar ahnt der Leser Vieles so bereits voraus; gerade aber Fans der Trilogie finden immer wieder neue Anspielungen, Hinweise und Details, die das bisherige Bild ergänzen und hinterfüttern. Das macht den Roman für Leser, die die »Chroniken der Nebelkriege« nicht kennen, jedoch ein wenig schwierig zu lesen. Zwar beinhaltet auch der vorliegende Handlungsstrang jede Menge Abenteuer, phantastische Schauplätze und nicht zuletzt gefährliche Kämpfe inklusive einer Seeschlacht, ein wirklich befriedigender Abschluss des Romans aber fehlt. Die Handlung mündet in Das unendliche Licht so dass ein Weiterlesen unbedingt notwendig ist.

Fazit

Für Fans der Trilogie bietet der Roman viele neue Informationen, gemischt mit einem Wiedersehen liebgewonnener Figuren, für Neuleser aber nur bedingt geeignet.

 

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