Nacht ohne Sterne von Gesa Schwartz

Buchvorstellung und Rezension

deutsche Ausgabe erstmals 2015 bei cbj / cbt , 544 Seiten. ISBN nicht vorhanden.

ab 14 Jahren

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In Kürze:

Die 16-jährige Naya ist Tochter einer Elfe und eines Menschen. Ein Mischwesen, das keine Magie zu beherrschen scheint und sich weder der geheimnisvollen Elfenwelt New Yorks noch der Welt der Menschen gänzlich zugehörig fühlt. Ihr bester Freund Jaron ist ein Lichtelf, der New York vor den Machenschaften der Dunkelelfen bewahren soll. Doch dann wird Naya mitten hinein gezogen in den jahrhundertealten Krieg zwischen den beiden Völkern. Und als sie den Dunkelelf Vidar kennenlernt, wird all ihr bisheriges Wissen auf den Kopf gestellt. Welche Ziele verfolgt Jaron, welche Geheimnisse verbirgt Vidar? Wem kann sie trauen? Naya muss auf ihr Herz hören, doch das ist leichter gesagt als getan …

Jugendbuch-Rezension von Carsten Kuhr: »"Träume sind Rätsel in Bilder gegossen (S. 86)«"

Einst, vor langer Zeit, lebten sie alle in Einklang und Frieden miteinander. Doch dann begannen die Menschen die ihnen innewohnende Magie zu verleugnen, ja, Jagd auf alle magischen Wesen zu machen. Diese zogen sich in magische Refugien, die aus Träumen errichtet wurden, zurück. Die Menschen begannen sie zu vergessen.

Als es dann vor Generationen zum Zerwürfnis unter den Elfen kam, begann ein von beiden Seiten zunächst gnadenlos geführter Krieg. Erst die Errichtung einer undurchlässigen Grenze zwischen Valdurin, dem Reich des Lichts und der Unterwelt brachte einen brüchigen Frieden. Jetzt bröckelt Lyrians Wall der das Reich der Askari vor den Bharassar schützt, der Krieg könnte wieder aufflammen – mit verheerenden Folgen für alle Beteiligten.

Naya ist eine Halbelfin. Ihre verstorbene Mutter hatte sich in einen Menschen, einen Antiquar verliebt und wurde, ihm zuliebe, aus ihrer Heimat verstoßen. Von den allermeisten Elfen als Halbblut verachtet und gemieden hilft sie ihrem Vater in seinem Antiquariat in New York, geht mit ihrem Jugendfreund, Jaron dem Lichtelfen ins Kino und, wen wundert’s, liest viel.

Seit einigen Wochen hat sie das Gefühl, dass jemand ihre Träume raubt. Eines Nachts setzt sie einen Zauber, den ihr die Hausfee Rosa geschenkt hat ein, um den Dieb auf frischer Tat zu erwischen. Statt eines Kobolds aber erweist sich einer der Dunkelelfen als der Dieb; Vidar, ein junger Mann, der gar merkwürdige Gefühle in Naya auslöst.

Dass sich unsere Halbelfe als Erbin Lyrions erweist und als Einzige die Macht hat, den Wall zwischen den verfeindeten Elfen wieder zu stabilisieren, den Status Quo aufrecht zu halten und so einen neuen Krieg der Schatten zu vermeiden, erweist sich als schwere Bürde. Zwei Elfen, der eine im Licht wandelnd, der Andere aus den Schatten kommend, buhlen um ihre Gunst, um die Zukunft der Welt …

Dramatik meets Gefühl

Wer Gesa Schwartz’ Karriere ein wenig mitverfolgt hat, der weiß, dass die Autorin mit Herzblut unterwegs ist. In ihren Romanen geht es vordergründig immer um Gefühle, dahinter aber hat sie immer eine weitere, tiefschürfendere Suche versteckt. Vorliegend geht es um den Drang nach Freiheit, den Mut Veränderungen anzustreben und natürlich um eine Frau zwischen zwei charismatischen Männern.

Das hält für die zumeist weiblichen Fans der Autorin genau das bereit, auf das sie bei einem neuen Buch von Gesa Schwartz hoffen  sehr intensiv, gleichzeitig glaubwürdig verfasste Schilderungen der chaotischen Gefühlswelt der Protagonistin, jede Menge Dramatik und eine Prise Abenteuer.

Man taucht tief ein in das Leben, die Hoffnungen und Ängste von Naya, bibbert mit ihr ob der Aufgabe, die ihrer harrt, ist überrascht und bewundert gleichzeitig, wie sie mit den dramatischen Ereignissen umgeht und sich nicht unterkriegen lässt.

Dass sie als Hauptfigur nicht einfach unberührt durch die Fährnisse wandert, die ihr das Schicksal in Gestalt der Verfasserin auflegt, ist man gewohnt. Aber die Art und Weise, wie es Schwartz gelingt, uns mit und in ihrer Figur gefangen zu nehmen, uns hineinzuziehen, ist schon besonders.

Fazit

Wie schon in ihren bei Egmont-Lyx erschienen Romanen verbindet die Autorin gekonnt Romantik mit einer übernatürlichen Handlung, besticht mit wunderbar gezeichneten Figuren und unterhält voller Gefühl aber auch packend.

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