Secret Fire - Die Entfesselten von C.J. Daugherty

Buchvorstellung und Rezension

Originalausgabe erschienen 2016 unter dem Titel The Secret Fire 2, deutsche Ausgabe erstmals 2017 bei Oetinger , 448 Seiten. ISBN 378913340X.

ab 14 Jahren

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Jugendbuch-Rezension von Melanie Reichert: »Der Wettlauf gegen die Zeit hat begonnen...«

Taylor und Sacha haben nach den Ereignissen des ersten Bandes Zuflucht im St. Wilfred College in Oxford gefunden. Während Taylor krampfhaft versucht, ihre Fähigkeiten unter Kontrolle zu bringen – was mehr schlecht als recht gelingt -, hat Sacha ganz andere Probleme: Seine Zeit ist fast abgelaufen, der 18te Geburtstag steht unmittelbar bevor, nur noch wenige Tage sind übrig, bis sich der Fluch erfüllen wird.

Aber nicht nur die beiden sind auf der Suche nach einer Lösung. Das ganze College ist in heller Aufregung, denn es steht nichts Geringeres als das Ende der Welt auf dem Spiel. Werden sie rechtzeitig einen Weg finden, um den Montclaire-Winter-Fluch zu brechen? Oder ist ihr Gegner schlichtweg zu stark?

»Secret Fire – Die Entfesselten« ist der zweite und finale Teil der Dilogie rund um Sacha Winter und Taylor Montclaire. So begeistert ich von Band eins war, so enttäuscht bin ich nun vom Abschluss des Abenteuers. Teilweise nur noch ein schwacher Schatten von seinem Vorgänger – schade.

Während ich den Perspektivenwechsel im ersten Teil noch als sehr dynamisch empfunden habe, muss ich sagen, dass er in »Die Entfesselten« teilweise etwas übertrieben eingesetzt wird, da die Gruppe meistens ohnehin gemeinsam unterwegs ist. Mir gingen hier leider zu viele Gefühle verloren, weil wir die Story nicht nur aus Sicht von Taylor und Sacha nähergebracht bekommen, sondern auch von Louisa. Da die Seitenanzahl aber abgenommen hat, nimmt nun jeder eine kleinere Rolle ein. Die Passagen von Louisa waren wirklich erfrischend, aber meiner Meinung nach kamen die eigentlichen Protagonisten etwas zu kurz. Ich hätte gerne mehr erfahren, was sie gerade bewegt. Der Schreibstil ist nach wie vor flüssig und gelungen, weil ich das Buch praktisch in einem Rutsch durchgelesen habe.

Sowohl Taylor als auch Sacha kommen in diesem Band etwas blass daher. So wirklich mit ihren Gefühlen beschäftigen sie sich erst im hinteren Drittel, was ich sehr schade fand, da doch beide eigentlich sehr viel bewegen müsste. Sacha macht eigentlich sogar einen Schritt zurück. Aus dem unerschrockenen und verwegenen Typ ist ein vorsichtiger und müder Krieger geworden. Er scheint sich mit seinem Schicksal abgefunden zu haben und einzig Taylor und Louisa kämpfen an vorderer Front. Taylor war ebenfalls verhältnismäßig blass. Sie hatte gegen Ende des ersten Teils eigentlich gerade ihre mutige, verwegene Seite gefunden, aber die ruht hier lange Zeit.

Die Nebencharaktere

Gut ausgearbeitet sind auch dieses Mal die Nebencharaktere. Auch wenn sie in diesem Band zahlenmäßig weniger sind, so hat sich die Autorin doch auf das Wesentliche beschränkt, was ich sehr gelungen fand. Man konnte sich so auf die Gruppe der wenigen Personen voll und ganz konzentrieren. Aber gerade bei Louisa und auch bei Alistaire hätte ich mir noch ein paar Hintergrundinfos gewünscht.

Was im Vordergrund steht

Der mystische Teil überwiegt in diesem Buch, weil die Liebesgeschichte schon fast in den Hintergrund rutscht. Die Suche nach der Lösung für das Fluch-Problem ist am wichtigsten und nimmt somit auch den größten Teil der Story ein. Dabei wird es düster, denn es geht um die dunklen Mächte.

Die Spannung hat mich leider am meisten enttäuscht. Der erste Band war so fesselnd und packend, eine Wendung kam nach der anderen und hier? Fehlanzeige. Die Story plätschert so dahin und es gibt eigentlich keine nennenswerten Plottwists, keine großartigen Verfolgungsjagten. Vieles geht einfach zu glatt, um glaubwürdig zu sein. Das ist wirklich schade. Ich hatte auf ein furioses Finale gehofft.

Die Altersempfehlung des Verlags von 14 Jahren kann ich vollkommen unterstützen, weil es hier keine übertriebene Brutalität oder komplizierte Themen gibt, sondern alles genau erklärt wird, was eventuell an neuen Fakten dazukommt.

Fazit

Taylor und Sacha – immer noch ein Traumpaar, aber im Vergleich zu Band eins müde und ausgelaugt, nur noch ein Schatten ihrer selbst. Die Spannung kommt nicht so recht aus den Startlöchern und auch das Ende hat mich nicht so wirklich befriedigt. Wer den Vorgänger mochte, muss dieses Buch aber lesen, man möchte ja einen Abschluss finden und wissen, was mit den beiden geschieht.

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