Legenden der Schattenjäger-Akademie von Cassandra Clare, Sarah Rees Brennan, Maureen Johnson, Robin Wasserman

Buchvorstellung und Rezension

Originalausgabe erschienen 2015 unter dem Titel Tales from the Shadowhunter Academy, deutsche Ausgabe erstmals 2016 bei Arena , 840 Seiten. ISBN nicht vorhanden.

ab 14 Jahren

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In Kürze:

Über 800 Seiten mit den Erlebnissen von Simon nach dem Finale der Chroniken der Unterwelt.
Dieser Band enthält außerdem exklusiv 10 Comicstrips zu jeder Geschichte!
Ohne Erinnerungen muss Simon erneut herausfinden, wer er eigentlich ist. Hat er das Zeug zum Dämonen bekämpfenden Helden – wie ihm seine früheren Freunde Clary und Jace erzählen? Oder ist er doch der bleiche Comicfan, der nicht einmal die Kraft hat, eine Waffe der Nephilim richtig in der Hand zu führen? Und dann gibt es noch Isabelle, an deren Liebe er sich nicht erinnern kann, obwohl es in seinem Bauch kribbelt, immer wenn er an sie denkt. War er wirklich mit diesem tollen Mädchen zusammen, und wenn ja, wie hat er das nur angestellt?

Jugendbuch-Rezension von Carsten Kuhr: »Ergänzung zur großen sechs-bändigen Sage oder mehr?«

Im großen Finale der »Chroniken der Unterwelt« hat Simon, der Vampir, sein Gedächtnis und sein Schicksal geopfert und ist seitdem ein Held. Dumm nur, dass er mangels funktionierendem Gedächtnis – vgl. oben – selbst seine engsten Freunde nicht mehr wirklich kennt – von seiner Freundin mal ganz abgesehen.

Das ist für alle Beteiligten eine mehr als schwierige Situation, zumal sich Simon in der Heldenrolle, an deren Ursache er sich nicht mal erinnert, sichtlich unwohl fühlt. Das einzig wirklich Gute an der Situation ist, dass er nicht länger ein Vampir ist und seine Mutter, die ihn als Blutsauger verstieß, ihn wieder zu Hause willkommen geheißen hat. Allerdings hat sie keine Ahnung mehr, dass er überhaupt weg oder ein Vampir war.

Also rundweg eine richtig tolle Situation. Ein Jeder erwartet von ihm Taten eines Helden und Erinnerungen eines engen Freundes und er hat – nichts. Also beschließt er alldem zu entfliehen und in Alicante auf die Akademie der Schattenjäger zu gehen. Schon kurz nach seinem Eintreffen in dem maroden Bau schließt er sich, angewidert von der Überheblichkeit der Schattenjäger-Abkömmlinge, den Plebs an – jungen Menschen, die sich ohne besondere Gaben ihr Eigen zu nennen dazu berufen fühlen, die Dämonen zu jagen.

In zehn Geschichten begleiten wir Simon während der zwei Jahre seiner Ausbildung. Er findet neue Freunde, erfährt durch Gastdozenten viel Interessantes aus der Vergangenheit der Schattenjäger und findet auch langsam zu sich. Dies ist ein anderer Simon – nicht mehr der Vampir, nicht mehr der Freund von einst, doch mindestens so sympathisch, verlässlich und treu wie sein früheres Selbst.

Eine interessante Nebenfigur rückt ins Zentrum

Wie schon bei den »Chroniken des Magnus Bane« erschienen die zehn Geschichten zunächst als einzelne e-Books, bevor sie nun, gesammelt, mit einer Rahmenhandlung und jeweils einer einleitenden Comicillustration versehen, in einem dicken Buch als Printausgabe zweitverwertet werden. Äußerlich ist es dem Verlag gelungen, das umfangreiche Werk den anderen Bänden anzugleichen, inhaltlich präsentiert sich nach Marcus Bane mit Simon eine zweite Nebenfigur in ihrer Hauptrolle.

Dass Cassandra Claire die Stories nicht allein verfasst hat, merkt man den Beiträgen an. Inwieweit sie überhaupt – außer als Ideengeberin – involviert war, ist unbekannt. Dennoch haben mich die Erzählungen fesseln können. Dies hat zum einen damit zu tun, dass sich Simon als ein sehr interessanter, weil zwiespältiger, ständig an sich selbst zweifelnder und damit griffiger Charakter entpuppt.

Mühelos kann sich der Leser in seine Lage versetzen, kann gut nachvollziehen, was in ihm vorgeht. Zum anderen gelingt es den Verfassern, uns mit ihren Geschichten packende Plots zu präsentieren, die das bislang Bekannte sinnvoll und logisch ergänzen.

Für Neueinstiger in die Welt der Chroniken der Unterwelt ist der Band allerdings eher ungeeignet, wird doch viel Wissen um die Geschehnisse aus den insgesamt sechs Romanen vorausgesetzt.

Fazit

Für Fans der Reihe birgt vorliegender Band ein willkommenes Wiedersehen mit bekannten Gestalten aus einer neuen, anderen Perspektive. Allerdings setzt die Lektüre die Kenntnis der bisherigen Handlung voraus, auch bieten sich die Geschichten stilistisch recht unterschiedlich an.

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