Holmes und ich - Unter Verrätern von Brittany Cavallaro

Buchvorstellung und Rezension

Originalausgabe erschienen 2017 unter dem Titel The Last of August, deutsche Ausgabe erstmals 2017 bei dtv , 350 Seiten. ISBN nicht vorhanden.

ab 14 Jahren

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Jugendbuch-Rezension von Carsten Kuhr: Holmes und Watson ermitteln wieder – dieses Mal in Berlin und Prag

Ihr Name ist Holmes, Charlotte Holmes. Ja, sie wissen schon, die Familien-Dynastie der berühmten Detektive. Seit ihr Ahnherr Sherlock die Kunst der Deduktion erstmals vorführte, sind die Holmes im Geschäft.

Gestatten, dass ich auch mich kurz vorstelle? Jamie Watson der Name, einer meiner Vorfahren war Dr. Watson, Chronist und Anhängsel des großen Meisters.

Unsere Familien haben sich ein wenig aus den Augen verloren, doch das hat sich, seitdem ich in den USA auf ein Internat gehe und dabei Charlotte kennengelernt habe, geändert.

Gemeinsam haben wir einen Mordanschlag überlebt und ein Kapitalverbrechen aufgeklärt. Dass der Täter ein gewisser Moriarty war – Kennern der Romane sagt der Name vermutlich etwas – ist bezeichnend. Jetzt verbringen wir Weihnachten gerade zusammen im Kreise der Familie in good old England – als Charlottes Lieblingsonkel spurlos verschwindet.

Dass dieser nicht nur mein Schulgeld bezahlt, sondern auch der beste Freund meines Vaters ist, macht die Sache auch für mich persönlich.

Die Spur führt über die Vergiftung von Charlottes Mutter nach Berlin. In der dortigen Künstlerszene hatte Leander Holmes ermittelt – und kam dabei einem Kunstfälscherring der Moriartys gefährlich nahe.

Naheliegend, dass die Urfeinde der Holmes hinter dem Verschwinden stecken – oder?

Holmes reloaded – interessant, aktuell und mit viel Flair ausgestattet

Auch im zweiten Teil der modernen Holmes Fortschreibung baut die Autorin natürlich auf die typischen Versatzstücke eines Holmes-Romans. Als da sind: Die Deduktionen der Master-Minds, die Rolle des Watson als Zuträger, die mehr oder minder bösen Moriartys als Gegner.

Soweit bleibt Cavallaro dem Vorbild von Doyle verpflichtet.

Dazu aber gesellen sind dann noch andere, faszinierende Elemente. Etwa, dass Charlotte psychisch Probleme hat sich Jamie gegenüber zu öffnen, dass sie innerlich verkorkst ist, Angst vor Berührungen, und Panik vor Küssen und mehr hat.

Oder Jamie, der in echter Zuneigung zu Charlotte von deren Verhalten gekränkt und verletzt wird, der sich angesichts der geballten Intelligenz der Holmes fast schon unwürdig vorkommt und seine Minderwertigkeitsgefühle pflegt.

Hier kann sich der jugendliche Leser gut in die Figuren hineinversetzen, kann nachvollziehen, wie es insbesondere in Jamie aussieht.

Dazu gesellt sich ein Plot, der nicht nur die Suche nach dem verschwundenen Onkel umfasst, sondern auch mit Berlin Kreuzberg und Prag faszinierend beschriebene Handlungsorte vorstellt.

Fazit

Auch im zweiten Teil der Saga um die Nachfahren von Holmes und Watson gesellen sich packende Action zu einem spannenden Kriminalfall, besuchen wir faszinierend beschriebene Handlungsorte und erleben ein emotionales Tohuwabohu der besonderen Art.

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