Die unheimlichen Fälle des Lucius Adler - Jagd auf den Unsichtbaren von Bernd Perplies & Christian Humberg

Buchvorstellung und Rezension

deutsche Ausgabe erstmals 2016 bei Thienemann , 256 Seiten. ISBN 3522184386.

 

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In Kürze:

Spukt es in den Straßen von London? Türen öffnen sich wie von Geisterhand. Gegenstände schweben durch die Luft. Und durch die Nebel am Themseufer huscht eine schattenhafte Gestalt und versetzt die Menschen in Angst und Schrecken. Während Sherlock Holmes über diese Geschichten lacht, beginnen Lucius und seine Freunde zu ermitteln. Dabei kommt das Team nicht nur einem unglaublichen Geheimnis auf die Spur, sondern es gerät auch in höchste Gefahr!

Jugendbuch-Rezension von Carsten Kuhr: »London wird von Geistern heimgesucht – oder doch nicht?«

Vier Kinder sind im hoch ehrwürdigen Diogenes Club in dem Herzen Londons willkommen. Zwar werden sie in das Rabennest, wie sie ihr Zimmer im hohen Turm getauft haben, abgeschoben – schließlich stören sie so die heilige Ruhe der Hallen des Clubs nicht -, doch irgendwie gehören sie doch dazu.

Der Sohn Alan Quatermains, der Erfinder Harold und Theodosia, die nicht nur eine Würgeschlange besitzt, sondern sich auch mit dem Übernatürlichen auskennt, gehören zu unserer Gruppe. Ich selbst bin als Sohn von Irene Adler gegenwärtig bei einem gewissen Sherlock Holmes untergebracht, der auf mich aufpassen soll. Mycroft Holmes, selbst so etwas wie ein Agent in Diensten der Krone, hat uns engagiert. Sobald wir etwas Ungewöhnliches in der Hauptstadt des Empire bemerken, sollen wir ihm Bescheid geben. Als Harold und ich bei einer Mumienauswicklung Zeugen einer Geistererscheinung werden, sind wir der Überzeugung, dass dies in die Rubrik »Besonderes« fällt.

Zusammen mit unseren Freunden machen wir uns auf, das Rätsel zu lösen. Schnell aber merken wir, dass wir es eigentlich gar nicht mit einem Geist zu tun haben: Wertgegenstände fehlen an den Orten der Heimsuchung, das weist doch eher auf einen Dieb, einen Unsichtbaren hin …

Tiefgang gesellt sich zu einem packenden Abenteuer

Vorhang auf zum zweiten Abenteuer der geschickt zusammengestellten Truppe: Die offensichtlichen Stärken, der Sense of Wonder, der durch die Robotermenschen, der Magie und den Mumien in die Handlung kommt, stehen dabei aber gleichberechtigt Selbstzweifel, Einsamkeit und Traurigkeit gegenüber.

Vordergründig wartet ein munteres Abenteuer auf den jugendlichen Leser, doch darunter verbergen sich nachdenkliche Züge. Wie wird ein Junge damit fertig, dass seine Mutter ihn bei Fremden zurücklässt – auch wenn dies nur zu seiner Sicherheit geschieht? Und wie verstörend muss auf eine solch wahrlich schon geplagte Seele ein Exzentriker wie Sherlock Holmes wirken, dem Empathie, Rücksichtnahme und Mitgefühl Fremdwörter sind?

Hier nehmen die Autoren ihre Leser an die Hand, um mit diesen auch schwierige Situationen zu bestehen. Dabei packt die Jagd nach dem Geist / Dieb aber den Rezipienten und lässt ihn oder sie die Seiten mit klopfendem Herzen umblättern.

Fazit

So erwartet den Leser ein gelungener Mix aus spannender, rasant aufgezogener Action, einem faszinierenden viktorianischen Setting mit Steampunk-Einflüssen und nachdenklichen Passagen.

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