Die Pubertistin - Die willste nicht geschenkt haben! von Anja Maier

Buchvorstellung und Rezension

Originalausgabe erschienen 2010 bei Baumhaus , 144 Seiten. ISBN nicht vorhanden.

ab 14 Jahren

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Kurzbeschreibung

Mutter und Tochter. Der Teenie ist 16, im zehnten Schuljahr und sein Leben voller Glück und natürlich auch Probleme und Katastrophen. Klassenfahrt, Ernährung, Geschwister, Eltern, erste Liebe, der eigene Körper, das nahende Austauschjahr. Verschleppt aus hauptstädtischem In-Bezirk in die Kleinbürgeridylle im Umland strebt die Pubertistin zäh und unbeirrbar nach dem urbanen Moloch. An sich finden ihre Eltern das akzeptabel, aber lauern da nicht auch Gefahren? Komatrinken, Mall Kids, Drogen im Park, ungeschützter Sex? Die Mutter, Mitte vierzig, nicht selten kopfschüttelnd verwundert über ihre Tochter und sich selbst. Dachte sie noch vor kurzem, am Ende der Kinder- und Familienzeit stünde eine große Freiheit, so ängstigt sie nun, was kommen könnte. Für sie selbst, fürs Kind, für den Mann …

Jugendbuch-Rezension von Rita Dell’Agnese: Wenn die Tochter plötzlich schwierig wird

Eigentlich ist Mama ganz schön stolz auf ihre Tochter: sie ist recht wohl geraten, wenn auch manchmal ganz schön anstrengend. Dann aber macht sich die Tochter widerwillig und vor allem gezwungenermaßen auf den Weg in ein Ferienlager, um den Eltern endlich mal wieder Freiraum zu gewähren. Zurück kommt eine Pubertistin, die ihre liebenden Eltern nach allen Regeln der Kunst auflaufen lässt.

Nicht nur, dass sie kein Geknutsche am Busbahnhof haben will, auch zuhause ist jetzt alles anders. Mama und der Kindsvater haben sich vorgenommen, gelassen zu bleiben. Aber so einfach ist das nicht. Die Pubertistin hat sich quasi über Nacht zu einem kleinen Satansbraten entwickelt, die Mutter und der Kindsvater zu verknöcherten Nichtverstehern. Und so nach und nach merken Eltern und Pubertistin, dass es wohl besser ist, einander nicht nur los zu lassen, sondern sogar eher aus dem Weg zu gehen.

»Ein Buch für 12- bis 16-Jährige« versprechen Autorin und Verlag hinsichtlich »Die Pubertistin«. Immerhin geht es um just diese Zeit, die die Kinder in der entsprechenden Lebensphase durchmachen. Dann aber kommt die große Ernüchterung. Zumindest für die jugendlichen Leserinnen. Denn geschrieben ist der Roman nicht etwa aus neutraler Warte oder aus der Sicht der pubertierenden Tochter, sondern aus der Sicht der Mutter. Ein Umstand, der es dem jugendlichen Publikum eher schwer macht, sich wirklich auf die Geschichte einzulassen. Denn ihre ganz großen Gefühle werden von der in einem recht amüsierten Ton plaudernden Mutter nicht wirklich ernst genommen.

Ein Plädoyer für das Mitgefühl – und zwar mit den gestressten Eltern

Nichts ist damit, das Thema Pubertät für das jugendliche Publikum aufzuarbeiten. Es ist die Schilderung einer Mutter, die die schwierige Phase mit ihrer Tochter zwar eher unterschätzt hat, sie aber generell versucht, mit einer gewissen Portion Humor zu nehmen. Es stellt sich die Frage, welche Szenen denn genau sich nun an das besagte Zielpublikum richten sollen. Oder ist das Buch ein Versuch, bei den pubertierenden Töchtern um Verständnis für ihre gestressten Eltern nachzusuchen?

Wer es schafft, die ganze Geschichte als eine Reihe von zeitlich aufeinander abgestimmten Kolumnen zu verstehen, wird sich etwas entspannter zurücklehnen können und über die eine oder andere Szene schmunzeln, wenn es sich denn nicht gerade um eine Jugendliche handelt, die sich zwar in den beschriebenen Verhaltensweisen durchaus wiedererkennt, nicht aber mit der flapsigen Art umgehen kann, mit der ihre Gefühle hier als vorübergehende Pubertäts-Grippe bezeichnet werden.

Unpersönlich

Die Geschichte rückt den Jugendlichen auch dadurch nicht näher, dass von Seiten der Autorin auf jegliche Namensnennung verzichtet worden ist. Die Tochter wird einzig als Pubertistin beschrieben, der Vater ist durch das Buch hinweg der Kindsvater. Und die Mutter als Erzählerin spricht nur in der ersten Form von sich. Eine Vorlage also, die es an sich erleichtern könnte, sich in das Vakuum zu begeben und die unpersönlichen Ausdrücke durch die Namen der eigenen Familie auszutauschen. Dazu aber müsste das Werk vor allem den Töchtern auch näher kommen und nicht einzig die Sicht der Mutter darstellen.

Fazit

Was den Verlag bewogen haben mag, das Werk – um einen wirklichen Roman handelt es sich hier nicht, es ist eher eine Sammlung von durchaus witzig geschriebenen Kolumnen – in seiner Taschenbuchausgabe als Jugendbuch zu deklarieren, ist unklar. Selbst der eher saloppe bis witzige Tonfall, den die Kolumnistin Anja Maier anschlägt, ist wenig dazu angetan, das Werk den Jugendlichen schmackhaft zu machen. Wirklich im Visier gehabt haben dürfte Anja Maier Mütter, die in just die Situation kommen, dass aus ihren Töchtern Pubertistinnen werden. Da wäre das Buch auch wunderbar aufgehoben und könnte manch schwierigen Moment etwas erträglicher machen.

Eure Meinung zu »Anja Maier: Die Pubertistin - Die willste nicht geschenkt haben!«

Pubertistin...... zu »Anja Maier: Die Pubertistin - Die willste nicht geschenkt haben!« 06.12.2011
ich habe dieses buch gelesen und ich finde es sehr gut gerade für mütter oder teenis ich bin au gerade im teeni alte und mache darüber einen vortrag und komme schon sehr vorwärz. anja maier scheint nicht gerade so bekannt zu sein ich finde keine informationen im internet über sie z.b wie ihren Lebenslauf war und so. aber es ist sehr gut dieses buch ich bin eig. nicht so eine leseratte hab nochnie ein buch vertiig gelesen aber das war mein erstes ich sage nur : danke anja!! bitte chikt mir doch informationen
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