Illuminae - die Illuminae Akten_01 von Amie Kaufman, Jay Kristoff

Buchvorstellung und Rezension

Originalausgabe erschienen 2015 unter dem Titel Illuminae, deutsche Ausgabe erstmals 2017 bei dtv , 608 Seiten. ISBN nicht vorhanden.

ab 14 Jahren

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Jugendbuch-Rezension von Carsten Kuhr: Die Invasion, die Flucht und der Kampf im All

Das Unheil beginnt damit, dass die illegale Kenenza Kolonie eines Morgens von Kriegsschiffen des konkurrierenden BeiTech Konzerns überfallen wird. Tausende unschuldiger Zivilisten sterben, der Hilferuf der Überfallenen wird abgefangen. Nur ein in der Nähe zu einer Übung sich aufhaltendes Raumschiff der TZV der Terra Zentral Verwaltung, die Alexander eilt zu Hilfe.

Zwar gelingt es der Alexander zwei Raumschiffe der Aggressoren auszuschalten, Überlebende aufzunehmen und mit zwei zivilen Schiffen zu fliehen, sie werden aber von der Lincoln verfolgt, die die letzten Zeugen des Überfalls ausschalten will. Angeschlagen und beschädigt versuchen die drei Flüchtlingsschiffe das nächste Raumtor zu erreichen.

Dass einige der Überlebenden einer bio-chemischen Waffe ausgesetzt waren ahnen die Verantwortlich zunächst nicht. Als die Infektion durch das mutierende Virus bekannt wird, ist es längst zu spät. Die beschädigte KI der Alexander entscheidet ohne Rücksprache mit dem kommandierenden General, das infizierte Schiff abzuschießen, alle sich dort aufhaltenden Menschen auszulöschen.

Während sich das sie verfolgende Raumschiff nähert, die Bedrohung immer deutlicher wird schwirrt die Gerüchteküche. Aus Sicht zweier geretteter Teenager, die sich voneinander getrennt in den beiden verbliebenen flüchtenden Schiffe aufhalten verfolgen wir das dramatische Geschehen.

In Berichten, Mailverkehr und Tagebuchauszügen tauchen wir ein in eine Situation, die geprägt ist von Verzweiflung, Furcht und Stress.

Ezra wurde der Raummarine zugeteilt, fliegt einen der Jäger und erlebt die Kämpfe im Weltall hautnah mit. Kady, seine Ex-Freundin hackt sich als NERD in die virtuellen Welten beiden Schiffe und muss hilflos miterleben, wie die KI der Alexander die Befehlsgewalt an sich reißt. Dass sie beide die Schlüsselfiguren im Kampf um das Überleben einnehmen, ahnen sie zunächst noch nicht. Doch dann findet sich ein Paar aus NERD und KI und auch der Pilot hat eine weit direktere Verbindung zu den Angreifern, als zunächst gedacht …

Innovativ, nicht nur für NERDs bestens geeignet

Was ist das für ein Buch, das uns dtv hier anpreist. Etwas Vergleichbares habe ich bislang zumindest noch nicht gesehen. Schon das Äußere, ein transparenter Kunststoffumschlag auf dem Textauszüge aus Protokollen und Messages aufgedruckt wurden weist den Weg. Innen geht es entsprechend weiter. Mailverkehr, interne Memos, Berichte und Protokolle reihen sich aneinander, ein normaler Prosatext mit linearem Handlungsbogen sucht man vergebens.

Diesen braucht man aber auch nicht. Die kurzen Texte lesen sich faszinierend, gerade weil sie uns ein sehr intimes Bild der Gefühle ihrer Verfasser vermitteln. Der Leser wird förmlich in die Handlung hineingezogen, wird Teil des Plots und verfolgt quasi aus der Innensicht die Geschehnisse. Dabei begleitet er die Protagonisten auf ihrem Weg, verfolgt mit, wie sie versuchen sich illegal Daten und Informationen zu verschaffen, wie sie verzweifeln und dann doch den Mut finden aktiv weiter zu machen. Immer wieder blitzt dabei durch die Messages, die Anmerkungen auch der jeweilige innere Zustand der Figur auf. Sie sind Jugendliche, die gegen ihren Willen brutal aus ihrem Umfeld gerissen wurden, die herbe Verluste verkraften mussten und von denen nun verlangt wird, in Rollen zu schlüpfen, für die sie nicht bereit sind. Die Verzweiflung, der Versuch Haltung zu bewahren und wenn es nur über vorlaute sarkastische Bemerkungen wird deutlich nachvollziehbar dargestellt. So kann man sich bestens in die Figuren hineinversetzen und mit ihnen zusammen die dramatischen Geschehnisse durchleben.

Fazit:

Das ist ungewöhnlich, innovativ und spricht auch sonst eher wenig lesende NERDs an. Dass die Handlung mit einem fiesen Cliffhanger abschließt, macht uns dann nur noch neugieriger, wie sich die Geschehnisse wohl weiter entwickeln werden.

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